GUTE Erfahrungen mit Polizei

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    GUTE Erfahrungen mit Polizei

    Nun ja, ich schreibe das nur, weil hier erstens so wenig los ist, ich zweitens gerade nicht besseres zu tun habe, drittes so wenig Positives hier steht (fahren wir nicht alle freiwillig runter?!) und viertens, weil es wirklich erstaunlich ist, auch wenn es aus dem Nachbarland TANSANIA ist.

    Es ist etwa 3 jahre her, da fuhr ich nach Pangani via Lunga Lunga. Es gab den üblichen langwierigen Grenzkram, es kamen etwa 50 Schwarzgeldwechsler, 10 Bettler, 20 Irgendwas-Verkäufer, aber nicht die üblichen Versicherungsverkäufer, die sich sonst immer um jeden Ausländer-Wagen ansammeln.
    So kam es, dass ich ohne irgendeine Versicherung durch Tansania fuhr.
    In Pangani an der Fähre war ich dann reif. Ein weißer Polizist (also weiß gekleidet), untersuchte meine Windschutzscheibe und stelle richtig fest, dass meine Versicherungsplakette schon 5 Jahre abgelaufen war. In dem Augenblick merkte ich erst, dass da wirklich was fehlte und stellte mich auf ein paar Tausend TSH ein, die nun den Besitzer wechseln sollten.
    Um so mehr verwunderten mich seine Worte:
    Er habe leider seinen Strafenkatalog nicht dabei und könne mir daher keinen Betrag nennen, den ich zu zahlen hätte. Gute Fahrt dann noch und demnächst eine Versicherung kaufen!

    Erstaunlich erstaunlich !

    Gruß
    Frank

    Re: GUTE Erfahrungen mit Polizei

    Hallo, auch ich kann einen immerhin guten Erfahrungsbericht über die kenianische Polizei beitragen, immerhin EINEN.
    Ich badete im Meer und sah von weitem, wie ein alter Mann sich an meinen Sachen am Strand zu schaffen machte. Durch die Wellen kämpfte ich mich so schnell ich konnte - und das war ja nicht wirklich schnell - zurück zum Strand, prüfte meine Sachen und stellte fest, das Geld fehlte (Handy war noch da). Die Händler zeigten mir 2 Polizisten in Zivil, die sich sogleich meiner Sache annahmen und den alten Mann, der mir inzwischen sogar schon wieder leid tat, aufgriffen. Der Polizist fragte, wie viel Geld ich dabei hatte. Ich rundete den Betrag auf eine glatte Summe ab. Es war ja eh nicht viel, nur brauchte ich ja Fahrgeld zurück nach Mtwapa. Der Polizist fragte, ob es nicht etwas mehr war. Ich staunte, als er mir die tatsächliche Summe zurückgab. Ich fragte noch, ob sie den Alten nicht laufen lassen könnten, aber sie nahmen ihn mit, meinten, er würde das sonst bloß wieder tun. Natürlich freute ich mich, meine paar Kröten wieder zu haben, machte mir aber auch Gedanken, ob der arme Alte an dem Tag überhaupt schon was im Magen hatte. Bin wahrlich kein sogenannter Gutmensch, aber man ist in Kenia immer irgendwie im Zwiespalt, wobei mir schon klar ist, man kann nicht die Welt retten.
    Übrigens verwahrte danach immer ein Masai mit seinem Andenkenstand meine Sachen gegen ein kleines Trinkgeld, und wenn ich mal knapp bei Kasse war, tat er es auch so.
    Wir waren letztens abends im Uhuru-Park Nairobi. Es war schon dunkel ... gegen 19:30, aber wir waren so ins gespräch vertieft. (1 Kenyaner und drei Europäer)
    Da kamen plötzlich zwei Männer auf uns zu , wiesen sich als Polizei und City Council aus.
    Sie zeigten uns ihre Handschellen und meinten sie würden uns jetzt verhaften, da es eine Straftat sei in der Dunkelheit im Uhuru-Park zu verweilen.

    Wir haben Kiswahili gesprochen und ich sagte ihnen, dass zwei von uns am nächsten Tag nach Deutschland zurückkehren werden und dass wir es lieben Kenya zu lobpreisen, dass Kenya einen guten Ruf bekommt und noch mehr Touristen ins Land kommen.

    Dann fragten sie nur noch nach Chai. Ich sagte ihnen ... den trinken wir mal zusammen an einem anderen Tag und habe mich herzlich für ihre Arbeit bedankt, uns zu beschützen :D

    War ziemlich lustig