Bahnverbindung Nairobi Mombasa

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    wanjiku wrote:

    sieht beeindruckend aus ... auch der Bahnhof Hongera Kenya :) <3



    Meine letzte Bahnfahrt dort dauerte 24 Stunden. Die Bilder im Internet sehen wirklich beeindruckend aus. Wie auf einem Airport. Aber der Ticketverkauf scheint sich schwierig zu gestalten. Meine Frau sagt, dass sich der Ticketschalter " im Busch " befände. Könnte stimmen, da der Andrang mir ziemlich gering erscheint.

    Zu wanjiku : Genau das ist der Zug vom letzten Mal....
    Habe mich in der Zwischenzeit in der Presse erkundigt. Man kann online buchen. Ob es funktioniert, weiss ich nicht. Aber man muss 30 Tage im voraus buchen. Die Nachfrage muss überwältigend sein. Die Tarife für die Güterbahn wurden halbiert, um Nachfrage zu erzeugen. Die Bahn wurde im Juni 2017 eröffnet, aber bis jetzt wurden im Passagierverkehr im Schritttempo Kapazitäten aufgebaut. Auch das Marketing/Handling für die Güter funktioniert nicht optimal, ansonsten würden nicht so hohe Rabatte gewährt. Während Urlaubszeiten erhöhen sich die Passagierzahlen massiv, wobei viele gar kein Ticket bekommen. Bis die Bahnverwaltung so flexibel ist, Extrazüge einzusetzen, wird eine lange Zeit vergehen.
    Aber ja, man kann schon längere Zeit online buchen. Das mit den Tickets wird sich auch bald lösen, da ja die Preise ab 1.2.2018 fast verdoppelt werden.
    Zuzüglich dem Transport von Mombasa bzw. Nairobi zum Bahnhof ist's dann finanziell nicht mehr interessant.
    Aber auch zeitlich ist die lange Anfahrt und die Report time hinderlich, obwohl es natürlich noch immer schneller ist als mit dem Bus/mit dem Auto.
    Riesengroß und ..... sind die Bahnhöfe ja alle.
    google.at/maps/place/SGR+Momba…3d-4.0216834!4d39.5792207
    Die Bahnhofsgebäude sind grösser als der Zürcher Hauptbahnhof mit 26 Geleisen und geschätzten 2000 Zugsfahrten pro Tag. Zudem riesiger Einsatz von Personal, was einerseits schön ist, dass diese Leute beschäftigt werden, aber ineffizient und kostspielig. Das treibt die Personenbahn ins massive Defizit und das Geld fehlt für weitere Investitionen und man kann davon ausgehen, dass der Unterhalt darunter leidet.
    Der Preis wurde nochmals (nach unten) korrigiert. Die Fahrt zwischen Nairobi und Mombasa kostet jetzt 1000.
    Die Busse scheinen mir aber in der Tat weniger als sonst zu sein, dafür ist mir aufgefallen, dass sich auf der alten Bahnlinie offenbar mehr abspielt als auf der neuen - gestern habe ich 3 Züge da gesehen - nicht Magadi Soda, irgendwelche Tankwaggons. Auf der neuen habe ich nur zwei weit kürzere Güterzüge gesehen, Containertransportwagen, davon die Hälfte leer. Alles scheint noch immer auf der Straße zu rollen...
    Die Frachtpreise wurden auch massiv gesenkt, um Volumen zu generieren, aber mit geringem Resultat bzw. ein regelrechter Rohrkrepierer, da zu Lasten des Ertrages/Gewinnes.
    Der Hauptgrund für diese Misere ist, dass die angestrebte Effizienzsteigerung im Umschlag des Hafens Mombasa nicht erfolgt ist. Die Kontrolle und die Verzollung der Güter geht viel zu lange. Die Güter dürfen nur 4 Tage im Hafengelände gelagert werden, nachher werden hohe Lagergebühren in Rechnung gestellt. Daher haben Spediteure das gesamte Handling der Ware inkl. Verzollung, Lagerung ausserhalb des Hafens und Organisation des Weitertransports in die Hand genommen. Die Bahn bietet das im Güterterminal Mombasa alles nicht insbes. die Lagerung.
    Die zusätzlichen Lagergebühren des Hafens können leicht die Transportkosten per Lastwagen nach Nairobi überwiegen, also selbst wenn die Bahn nichts für den Transport verlangen würde, ist sie nicht konkurrenzfähig. Zudem kann die Ware per Lastwagen direkt an den Endempfänger angeliefert werden, während die Bahnfracht im Terminal Nairobi Embakasi auf Lastwagen umgeladen werden muss.
    ​Zudem ist die Bahn im Moment auf Containertransporte fokussiert, für offene Massengüter bestehen viel zu wenige Waggons.

    ​Die SRG-Bahn bedient zudem keine Kunden an der Strecke und hat auch keinen direkten Zugang zu Grosskunden. Dies ist der Vorteil der Meterbahn, die über Betriebsgeleise zu den Grosskunden verfügt und Bahnhöfe an der Strecke betreibt.

    ​Die Regierung will jetzt Importeure zwingen die Bahn zu benützen, damit per Dekret die Kapazitäten genutzt werden. Die Spediteure und die Importeure sind natürlich dagegen.