Kenya-Urlaub 2006

    Kenya-Urlaub 2006

    So,ich werde mal zum Einstieg meine Erlebnisse von meinem Kenya-Urlaub anno 2006 posten. :D


    Da ich im April 2006 seit ca. 5 Jahren aus diversen Gründen keine Urlaubsreise unternommen hatte,gierte ich nun förmlich nach neuen Impulsen in Form eines Auslandsaufenthalts.

    Mein Plan war folgender:
    Ich fahre drei Tage vor Urlaubsantritt zum Stuttgarter Flughafen und lasse mir dort Very Very Last Minute Angebote geben und wähle das günstigste aus.

    Dabei wollte ich mit wenig Geld möglichst weit weg!

    Es sollte eine ausgewogene Mischung aus ruhigem Urlaub mit gleichzeitig guten Ausgehmöglichkeiten sein.

    Es war übrigens mein erster Urlaub ohne Freunde,Freundin oder Familie.

    Erst sah ich ein Angebot für Sri Lanka,aber dort herrschte anscheinend gerade Regenzeit.

    Als nächstes fiel mir ein gutes Angebot für Thailand auf(Aber da fliegen doch überwiegend böse Sextouristen hin!Also nix für mich.Oder doch...).

    Und dann fand ich das Top-Angebot:
    14 Tage Kenia mit Vollpension in einem 3-Sterne Hotel für 600,- EURO.

    Abflug in Frankfurt mit Zwischenstopp in Berlin.

    OK,gebucht und Ende April ging es dann los.

    Mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen gedüst und mich dabei gefreut wie ein kleines Kind.

    Beim Check-In sprach mich dann eine Mann Anfang 50 an,ob ich ihm einen Gefallen tun könnte:
    Ob ich so nett wäre und seiner Freundin in Kenia das Visum für Deutschland und seine Einladung hierfür übergeben könnte.

    Der Treffpunkt war dann in Nähe meines Hotels.

    Gutmütig sagte ich zu.

    Aus Freude darüber spendierte der Mann mir in einer Kneipe ein Getränk und schob die Unterlagen vor meinen Augen in einen Umschlag,um die Seriösität des Vorhabens zu beweisen.

    Danach gab er mir Tipps,wo ich an der Nordküste hingehen könnte und wo ich besser wegbleiben sollte.

    Dazu fertigte er mir freundlicherweise eine Skizze an.

    So war ich für die ersten Tage gut gewappnet.

    Der anschließende Flug erfolgte mit African Safari Airline,einer Fluglinie des African Safari Club.

    Der Zwischenstopp in Berlin erwies sich als kleines Ärgernis,da wir alle wieder aussteigen und mit den neuen Fluggästen neu einsteigen mussten!

    Im Flugzeug gab es keine Filme zu sehen,was mir mit meinem Buch jedoch egal war.

    Essen,Service und Freundlichkeit des Personals waren ok,aber nichts zum Bejubeln.

    Kurz vor der Landung füllte ich das Einreiseformular aus.
    Die Einreisegebühr(für was?)betrug 50,- EURO.

    Gegen 7 Uhr Morgens landeten wir dann in Mombasa,das über einen kleinen schnuckligen Flughafen verfügte.

    Von dort aus ging die Fahrt dann in einem alten Reisebus ohne Klimaanlage Richtung Coral Beach(worüber die ersten Touris dann auch meckerten ).

    Die Fahrt ging durch Mombasa,wo wir dann die ungeschönte Armut Afrikas zu sehen bekamen(heruntergekommene,dreckige oder improvisierte Gebäude,Menschen in alter Kleidung und ohne Schuhe,dreckige Straßen,fast keine Ampeln,uralte Autos,die Meisten gingen jedoch zu Fuß),was einige sichtlich erschütterte(tja,Mombasa ist eben nicht Monaco,gelle).

    Die nachfolgenden Ortschaften waren genau so ärmlich.

    Die Hotelanlage am Coral Beach an der Nordküste erschien uns dann natürlich um so schöner...

    Begrüßt wurden wir mit einstudiertem Gesang des Personals und Fruchtsaft zur Erfrischung.

    Anschließend gab es Frühstück und gegen 11 Uhr sollte es eine Infoveranstaltung geben.

    Nach dem Frühstück machte ich einen verhängnisvollen Fehler :
    Ich ging zum Strand,der gleich an der Anlage war.

    Re: Kenya-Urlaub 2006

    Vor dem Strandbesuch begutachtete ich kurz mein Zimmer:
    Gemütliches Doppelbett,Balkon,sauberes Bad mit Dusche und Klo,Blick auf's Meer;OK,genehmigt!

    Beim Umherstreifen kam ich dann zum Strand,einige Stufen runter und schon war ich dort.

    An diesem Strand hielten sich dann einige Kenianer auf,wobei einer von denen mir sofort eine günstige Safari aufschwatzen wollte(solche Strandverkäufer werden übrigens Beach Boys genannt,sie singen allerdings nicht).

    Ich lehnte das Angebot dankend ab und betrachtete den Strand.

    Zu diesem Zeitpunkt war Ebbe.

    Neugierig und fasziniert von allem watete ich durch das Wasser.

    Einige Minuten später sah ich einen Kenianer,der ein Kamel hinter sich herzog.
    Welch ein Anblick.

    Und da geschah es:
    Ich tat einen unvorsichtigen Schritt,rutschte aus,fiel und dabei kam mein linkes Knie auf einem Stein auf.

    Intensiver Schmerz folgte,dann ein Schmerzensschrei meinerseits.

    Mit einem Blick auf mein Knie erkannte ich,daß die Kniescheibe ausgereckt war!

    Sofort schossen mir Gedanken von einen Nothubschrauber,Krankenhaus und einem abgebrochenen Urlaub durch den Kopf.

    Das durfte nicht sein!

    In einer Art Panikreaktion renkte ich die Kniescheibe mit einem kräftigen Schlag wieder ein(ich hatte dabei wohl Glück,dieser leichtsinnige Versuch hätte sicher schiefgehen können!).

    Wieder Schmerz *ächz*

    Einige der Kenianer kamen herbeigelaufen,halfen mir auf und stützten mich auf dem Weg zurück zum Trockenen.

    Ich setzte mich erstmal erschöpft hin,dann Fragen was passiert war und ein Mann massierte mir den linken Unterschenkel.

    Einige Minuten erholte ich mich von Schrecken und Schmerzen und hoffte,daß dieser Unfall keine Folgeschäden heraufbeschwor.

    Ich bedankte mich bei den Kenianern,humpelte die Treppe zur Hotelanlage hoch und begab mich zur Hotelbar am Pool,wo bereits drei Frauen saßen,die im selben Flieger saßen wie ich.

    Ohne mir etwas von meinem Unfall anmerken zu lassen(der Stolz),laß ich mich auf einem Hocker nieder und begutachtete die Frauen.

    Eine war Sechzig,dürr,grauhaarig und trug Brille und ein Micky Mouse T-Shirt.Nüchtern schien sie auch nicht mehr zu sein...

    Die Zweite war dick und Mitte Fünfzig.

    Die Dritte war Ende Dreißig,ganz attraktiv,aber mir irgendwie unsympathisch.

    Plötzlich fängt die Enddreißigerin an zu erzählen,daß sie heute eigentlich geheiratet hätte,aber sie hätte herausgefunden,daß der Bräutigam in spe nebenher mit einer anderen Frau mit Kindern eine Beziehung führte.

    Und außerdem hätte sie noch herausgefunden,daß er in Wahrheit nicht beim BKA arbeitet,sondern nur LKW-Fahrer wäre(ist ja furchtbar... ).

    Dann das übliche Abgeläster von allen Dreien ala "ich brauche keinen Mann,hicks","Männer können echt scheiße sein" und "Alles Arschlöcher".

    Da ich noch Schmerzen im Knie hatte und dies schonen wollte,blieb ich notgedrungen sitzen,machten einen uninteressierten Gesichtsausdruck und dachte dabei aber:"NEEIINNNNNNNNNN,genau DAS wollte ich im Urlaub NICHT hören.In Deutschland gibt es dieses Dummgelaber doch täglich.NEIIINNNNNNNNNNNN,nicht Hier.Mist,Mist,Mist!!!"

    Einige Tage später began die Enddreißigerin eine Affäre mit einem Typen,der wie eine verlebte Version des Tennislehrers aus der "Lindenstraße" aussah.
    Leider hatte sie ihr Zimmer genau neben meinem.
    Aber zu meiner Erleichterung dauerte deren Fi***rei nie besonders lange...

    Dann erfolgte die Infoveranstaltung von der Touribetreuerin.
    Willkommen,schönen Urlaub,bla bla bla,wir haben viele schöne Veranstaltungen für Sie organisiert,bla bla bla,machen Sie besser unsere Veranstaltungen mit,da die Beach Boys und die Kenianer VOR der Anlage nur Ihr Geld wollen und Draußen KEIN Versicherungsschutz besteht(die Hotelleitung wollte natürlich nur unser Bestes,gelle ),Bla Bla Bla....(durch den Mann vom Frankfurter Flughafen wußte ich bereits,was ich von dieser Rede zu halten hatte;ich war ja vorbereitet).

    Nach dem manipulativen Gelaber begab ich mich erstmal in mein Zimmer und schlief einige Stunden.

    Gegen Nachmittag wachte ich dann auf.

    Plötzlich fiel mir ein,daß ich ja noch diese Freundin treffen bzw. vorher anrufen sollte sollte.

    Also anziehen(wobei ich sah,daß mein Knie etwas mehr angeschwollen war...),die Unterlagen geschnappt und Richtung Hotelempfang gehumpelt.

    Aber - welch gutes Timing für mein Knie - auf einem der Sessel in der Lobby saß eine attraktive Kenianerin Mitte Dreißig,die mich neugierig musterte.

    Die Frau am Empfang sagte mir auch,daß sie mich gerade ausrufen lassen wollte,da diese Lady mich sprechen wollte.

    Nun,ich dachte sie sei über mich verärgert,da ich mich nicht gemeldet hatte und erzählte von meinem Unfall.

    Aber sie war sehr freundlich und zeigte Verständnis für meinen Vorfall.

    Auch sonst erschien sie mir sehr wohlerzogen,stilvoll und gebildet;eine faszinierende Frau aus besserem Hause!

    Nach ein paar Minuten Small Talk verabschiedete sie sich und ging.

    Für den Rest des Tages erholte ich mich am Pool und ging an diesem Abend auch nicht weg.

    Re: Kenya-Urlaub 2006

    Der 2. Tag in Kenia:

    Als ich am Morgen aufwachte stellte ich mit Sorge fest,daß mein Knie noch dicker angeschwollen war.

    Außerdem war das Auftreten schmerzhafter.

    Naja,wird schon vergehen,dachte ich.

    An diesem Tag wollte ich mir die Gegend außerhalb der Hotelanlage ansehen und im Nakumat(kenianischer Supermarkt für Touristen und finanziell besser gestellte Kenianer) Getränke für den Room einkaufen(die Getränke im Hotelladen waren unverschämt teuer;deutsche Tankstellenpreise!).

    Für das Zähneputzen wird einen übrigens vom Hotel destilliertes Wasser bereitgestellt,da das Leitungswasser selbst dafür zu ungesund ist!

    OK,gestylt,gefrühstückt(wobei ich mehrmals mit Fingerzeig auf mein Knie "Was hast Du denn gemacht?" gefragt wurde)und zur Hotellobby gehumpelt,um mir ein Taxi zum Supermarkt rufen zu lassen.

    In der Lobby traf ich dann einen Hotelmanager,der mir nahelegte,wegen dem Knie in's Krankenhaus zur Untersuchung zu gehen...

    Beim Supermarkt angekommen,wollte ich zahlen,aber der Fahrer meinte,ich müsste noch nicht zahlen;er würde auf mich warten,in's Hotel zurück fahren und erst dort müsste ich zahlen.

    Eine Vorgehensweise auf Gentlemen's Agreement-Basis,die ich den ganzen Urlaub über erlebte.
    In Deutschland undenkbar.

    Der Supermarkt war mehr ein mittelgroßes Einkaufszentrum mit mehreren Geschäften.

    Auffällig:
    Im Supermarkt sitzen an der Kasse nur Männer.
    Auch die Leute,welche die eigekauften Sachen einpacken,sind Männer.
    Nur in Boutiquen mit Frauenkleidung bedienten Frauen...

    Die Lebensmittelpreise waren niedriger als im Aldi!

    Wieder im Hotel angekommen,zahlte ich 1000,- Keniaschilling(ca. 10,- EURO) für 60 Minuten fahrt + Wartezeit.

    Nach dem Mittagessen und einer Rumhängpause am Pool unnternahm ich dann einen gemächlichen Spaziergang nach Draußen.

    Nach Verlassen des Hotelgeländes wurde ich bereits nach einigen Metern von Verkäufern diverser Dinge belagert.

    Genervt pausierte ich in einem Freiluftcafe.

    Nach einiger Zeit setzte sich eine schlanke,attraktive Kenianerin unbestimmten Alters(später erzählte sie mir,daß sie 40 ist)zu mir und wir unterhielten uns.

    Im Laufe des Gesprächs bot sie mir eine Massage für 500,- Schilling an.

    Ich nahm neugierig an.

    Es blieb jedoch bei einer (sehr entspannenden)Massage in einen speziell dafür eingerichteten Raum,die ca. eine Stunde dauerte.

    Nach der Massage ging es zurück in's Hotel mit dem üblichen Verkäufergenerve(ich schwor mir,diesen Abschnitt nur noch per Taxi zu überbrücken.

    Den Abend verbrachte ich relaxt mit anderen Touris draußen sitzend und erfuhr den neuesten Klatsch...

    Re: Kenya-Urlaub 2006

    3. Tag in Kenia:

    An diesem Morgen hatte sich die Schwellung am Knie zwar verringert,aber nur leicht.

    Die Sache schien doch ernsthafter zu sein als ich dachte!

    Nach dem guten Frühstück am Buffet ging es dann zur Lobby zwecks Taxiruf.

    Also ca. 45 Minuten zum Mombasa Hospital gerauscht und zum Empfang gehumpelt.

    Kaum hatte ich dem dortigen Sani im weißen Kittel den Vorfall erklärt,bestand er darauf mich in einen Rollstuhl zu setzen.

    Erst wollte ich nicht,da ich die paar Meter zur Untersuchung laufen wollte,aber der Sani bestand darauf.

    Ich gab dann seufzend nach,setzte mich in den Rollstuhl(so ein Holzteil,das aussieht,als wäre es ein Überbleibsel aus dem 1. Weltkrieg) und los ging die Fahrt zu den Arztpraxen mit großem Warteraum(waren sicher gigantische 50 Meter ).
    Der Sani klopfte an einer der Türen,verschwand dann kurz im Raum,kam wieder und sagte mir,ich solle warten.

    Von den dort anwesenden Kenianern wurde ich neugierig betrachtet.

    Während des Wartens macht ich mehrere Gehversuche und *oh Wunder* das Auftreten war nicht ganz so schmerzhaft.

    Nach ca. 20 Minuten rief mich dann der Arzt herein und ich erklärte ihm den Vorfall(ich hatte schon Routine darin ).

    Der Arzt meinte,daß das Knie geröntgt werden müsste.

    Also wieder in den Rollstuhl,Sani kommt angetrabt und schiebt Krüppel Butterflywithstyle Meter weiter.

    Neben der Tür zum Untersuchungsraum saßen auf einer Holzbank arm aussehende Kenianer,die wohl schon eine ganze Weile dort warteten und mich nun neugierig betrachteten.

    Aus dem Rötgenraum kam ein Assistenzarzt,fragte mich "you can pay?",ich antwortete "yes" und 700,- Schilling wechselten den Besitzer.

    Prompt wurde ich untersucht wobei einer der zwei Ärzte mich lächelnd fragte "Do you know Michael Balak?"(es war kurz vor der WM).

    Nach der Untersuchung wurde ich wieder zum Warteraum geschoben.

    Nach ca. 25 Minuten meinte dann der Arzt "My friend,I have good news for you.Nothing's broken,just swollen."

    Darüber war ich natürlich sehr erleichert.

    Eine Krankenschwester schmierte noch eine Salbe über das Knie,wickelte einen Verband drumrum und überreichte mir die Tube.

    Weitere Kosten für Verband und Salbe: 300,- Schilling.

    Danach zurück in's Hotel.

    Kosten für 90 Minuten Gesamtfahrt + Wartezeit: 2000,- Schilling.

    Durch diese Diagnose optimistisch gestimmt,fuhr ich am Abend zum ersten Mal in's "Safari Inn"(5 Minuten Fahrt);eine Mischung aus Kneipe und Restaurant,das einem Schweizer namens Rudi gehörte,der mit einer Kenianerin verheiratet war(Tipp aus Frankfurt,die Kneipe meine ich *g*).

    Dort aus dem Taxi ausgestiegen erhielt ich schon Angebote für Safaris und günstigen Geldwechsel.

    Nach einem routinierten "No.No.No." meinerseits betrat ich die rustikale und gemütlich wirkende Kneipe,in der groovige Reggaemusik gespielt wurde und setzte mich sofort an die Bar.

    Nach bereits fünf Minuten kam bereits eine rabenschwarze,schlanke,vollbusige Kenianerin mit großen,dunklen Augen und langen Haaren zu mir und bot mir für 500,- Schilling eine Massage an(in Kenia ist übrigens wie in Thailand Prostitution offiziell verboten).

    Nach kurzen Small Talk willigte ich ein und es ging im Gebäude nebenan in einen dafür eingerichteten Raum.

    Dort bot sie mir dann Sex an,wenn ich 1000,- Schilling mehr bezahle.

    Ich handelte sie auf 500,- runter(also ein Gesamtpreis von 1000,- Schilling!).

    Dieser Sonderservice war eher mittelmäßig,was aber auch an der kleinen Liege und meinem Knie lag(konnte mich schlecht anstützen).

    Sie hieß übrigens Marianna und war 24 Jahre alt.

    Nach der Popperei verabredeten wir uns zu einem gemeinsamen Besuch der Disco Casaurina(wird Casarina ausgesprochen).

    Zwei Stunden später holte ich sie ab und los ging's...

    Re: Kenya-Urlaub 2006

    Zwei Stunden später holte ich Marianna mit dem Taxi ab.

    Sie hüpfte strahlend zu mir auf die Hintersitze und los ging's.

    Das Casarina entpuppte sich als Freiluft-Disco mit einen großen Strohdach.

    Am Eingang wurde man mit einem Metalldetektor auf Waffen überprüft und die Frauen mussten ihre Handtaschen zwecks Kontrolle öffnen.

    Meinen allgegenwärtigen Rucksack musste ich abgeben(den Geldbeutel entnahm ich vorher).

    Der Eintritt war frei.

    Die ganze Disco war voll mit sexy afrikanischen Frauen!

    Hier fühlte ich mich wohl.

    Weiße waren fast gar keine zu sehen.

    Wir setzten uns etwas abseits und bestellten unsere gewünschten Getränke.

    Anscheinend sprechen viele Kenianerinnen ganz gut Englisch denn die Kommunikation funktionierte ohne Probleme.

    Plötzliche zeigte Marianna auf eine Gruppe Frauen und meinte "These are all prostitutes!".

    Ob das stimmte,konnte ich nicht beurteilen...

    Aber nach einer Zeit sah ich,wie sich ein altes weißes Paar erhob und zwei junge Kenianerinnen in Begleitung hatte.

    Marianna bemerkte meinen erstaunten Blick,zuckte mit den Achseln und meine grinsend:"Well,that's Africa."

    Hier fühlte ich mich wohl.

    Nach ca. 3 Stunden Unterhaltung fragte mich Marianna,ob wir zu ihr gehen würden(im Hotel war es verboten,Begleitung mitzubringen ).

    Genauer gesagt,in die Wohnung ihrer Schwester,die nur einmal im Monat dort vorbei schauen würde.

    Ich war einverstanden.

    Am Eingang wurden wir sofort von Taxifahrern umringt,die etwas auf Suaheli laberten und ihre Autoschlüssel hochhielten.

    Marianna verhandelten,wählte einen Fahrer aus und los ging's.

    Nach ca. 100 Metern auf der Hauptstraße bog der Fahrer plötzlich rechts ab und es ging in ein dunkles Labyrinth ohne Straßenbeleuchtung und mit ärmlichen Häusern aus alt und dreckig aussehendem Beton oder gar nur Holz.

    Marianna dirigierte dem Fahrer den Weg;rechts,links,links,rechts.

    Ich hatte jegliche Orientierung verloren.

    Allein kam ich hier NIE WIEDER RAUS!

    Während der Fahrt sah ich mehrere dürre Straßenköter,die verschlafen in's Scheinwerferlicht blinzelten.

    Plötzlich fiel mir die Skizze meiner Bekanntschaft am Frankfurter Flughafen ein und seine Worte zu diesem Viertel:
    "Dies ist ein ziemlich Gewirr aus Gassen.Dort sprechen höchstens ein Viertel der Anwohner Englisch.
    Ein Tourist findet dort nicht mehr raus.Am Tag!Geh da NIE rein!".

    Mein Gedanke:" Ein (in kenianischen Augen)reicher,weißer Single,der allein in Kenia ist.Keiner weiß,wo er sich aufhält.Ich bin gleich tot!"

    Aber aus dem Taxi hüpfen in diesem Armuts-Irrgarten erschien mir noch gefährlicher.

    Also war Abwarten angesagt.

    Nach 5 Minuten rechts,links,rechts,rechts stoppte der Wagen vor einem baufällig aussehenden,einstöckigen Mehrfamilien mit schmiedeeisernen Gittertüren.

    Der Preis für die Fahrt betrug 500,- Schilling.

    Ich hatte noch 3 oder 4 Hundert-Schilling und eben so viele 1000-Schilling-Scheine im Geldbeutel.

    Also hielt ich dem Fahrer notgedrungen einen Tausender unter die Nase.

    Dieser und Marianna machten angesichts dieses Geldscheins große Augen.

    Dann meinte der Fahrer mit verlegenem Grinsen:" Sorry,but I cannot change."

    Re: Kenya-Urlaub 2006

    Der Taxifahrer fügte dann noch hinzu:"But that's no problem:I will pick you up tomorrow."

    Aha,also jetzt nicht zahlen,sondern erst morgen beim Hotel.

    Etwas erleichtert stieg ich doch tatsächlich in diesem Labyrinth aus und begab mich völlig in die Hände einer Fremden!

    In der Wohnung sah es dann etwas gepflegter aus,als es die Hausfassade vermuten ließ;nur eben ziemlich spartanisch möbliert.

    Im Laufe des Urlaubs habe ich herausgefunden,daß anscheinend die meisten Kenianerinnen trotz ihrer Armut sehr gepflegt sind,eine solide Schulbildung haben und über gute Manieren verfügen.

    Der anschließende Sex war ganz ok,wenn auch nicht der Oberknaller.

    Aber egal;Hauptsache,endlich eine Schwarze gevögelt.

    Später hörte ich dann ein Kind(glaube ich jedenfalls) mehrfach "help me!"(glaube ich jedenfalls)schreien.

    Einige Zeit später hörte ich,wie jemand die Gittertür zur Wohnung öffnete.

    *Quietsch* *schlurf schlurf schlurf* *raschel raschel* *schlurf schlurf schlurf* *quietsch*

    Ich habe nie erfahren,wer das nun war...

    Am Morgen,als die Sonne scheinte,sah alles schon etwas freundlicher aus.

    Nach einer netten Morgennummer mit Marianne fing diese plötzlich an,über Beziehung und Kinder zu sprechen("Not now,but in 5,6 years...").

    Ich entgegenete dezent,daß wir uns doch erst kennengelernt hatten und so etwas nicht übereilt werden sollte.

    Sie war zwar etwas enttäuscht,sagte aber nichts mehr dazu.

    Nach dem Ankleiden ging sie zum Telefonieren zu einer Nachbarin und rief den Taxifahrer von letzter Nacht an.

    Bezahlen für's Vögeln musste ich übrigens Nichts mehr;nur die Getränke in der Disco.

    Nach 30 Minuten kam der Fahrer hergefahren und wir verließen die Wohnung.

    Als wir das Labyrinth verlassen hatten und wieder auf der Hauptstraße waren,atmete ich innerlich wieder auf.

    Überlebt!

    Marianna habe ich übrigens nie wieder gesehen,da mir ihr Kinderwunsch etwas zu heiß war.

    Re: Kenya-Urlaub 2006

    Einige Tage später(aber fragt mich bloß nicht,wieviel genau ),machte ich mich allein auf den Weg in's Casarina,um eine sexy Kenia Lady kennenzulernen.

    Um ca. 22 Uhr betrat ich diese faszinierende Freiluft-Disco voller afrikanischer Lebensfreude.

    Diesmal setzte ich mich an einen Tisch,der etwas näher an der Tanzfläche war.

    Ungefähr alle fünf Minuten kam eine Kenianerin an und fragte mit allerlei Komplimenten,ob sie sich zu mir setzen könnte.

    Aber ich verneinte,da ich mir erstmal relaxt das Geschehen ansehen wollte.

    Tja,und dann kam eine schlanke,schokobraune Lady mit langen Haaren und noch längeren Beinen an meinen Tisch.
    Gekleidet war sie in eine Art Hosenanzug mit Zebramuster.
    Sie sah sehr exotisch und sehr sexy aus.

    Sie stellte sich mir als Sofia,sprach sogar gut deutsch mit niedlichem Schweizer Akzent(sie war dort sogar einmal in Sankt Moritz zum Skifahren gewesen!) und eine Schwester von ihr wohnte in Leonberg.

    Nachdem sie mir mehrmals scharf etwas vorgetanzt hatte(ich selbst bin eher der Nichttänzer) und wir uns ganz nett unterhalten hatten,machten wir uns auf zu IHRER Wohnung(es war ihre eigene Zweizimmer-Wohnung,in dessen Wohnzimmer sie gelegentlich einige Freundinnen schlafen ließ).

    Also flott ein Taxi geordert und zu ihrer Wohnung gefahren(die zu meiner Beruhigung diesmal NICHT in einem Slum war).

    Da das Elektrizitätswerk wieder Probleme hatte,ging an diesem Abend mehrmals das Licht aus.

    Deswegen öffnete eine Freundin von Sofia uns mit einer Kerze in der Hand die Tür.

    In der Wohnung war es stockdunkel.

    Keine Ahnung,wer sich dort sonst noch aufhielt.

    In Sofias Schlafzimmer schlief eine weitere Freundin von ihr,die uns dann jedoch weichen musste.

    Der Sex mit ihr war sehr ausdauernd und leidenschaftlich.
    So richtig geil eben.

    Am nächsten Morgen meinte sie dann einer weiteren Nummer und dem Ankleiden mit verlegenem Grinsen "Gib mir was".

    Mit 1000,- Schilling war sie zufrieden.

    Das war dann gewissermaßen meine erste Erfahrung als Sextourist.

    Mit dem Taxi fuhr ich zum Hotel und Sofia fuhr mit einem Matatu(so eine Art kenianisches Bahttaxi) nach Mombasa,um irgendwelche Unterlagen für den Besuch ihrer Schwester in Germany zu besorgen.

    Am Abend trafen wir uns im "Safari Inn" wieder.

    Von da aus ging es erst in die Nobel-Disco "Tempo"(150,- Schilling Eintritt),wo unter der Woche allerdings fast nichts los war.

    In der Disco sah ich ein weißes Paar,wo die Frau sich anscheinend einen Kenianer für einen flotten Dreier angelacht hatte.

    Auf dem Weg zum Klo wurde ich von Frauen mit eindeutigen Absichten angesprochen.

    Hier fühlte ich mich wohl.

    Da im "Tempo" aber gähnende Langeweile herrschte,stürzte Sofia eiligst ihren Weißwein hinunter und wir fuhren mit dem Matatu zum Casarina,wo der übliche Trubel herrschte.

    Sofia tanzte wie eine Wilde,trank noch ein paar Weißwein und als sie gut angeheitert war,entschieden wir uns wieder zu ihr zu fahren für herrlich geilen Sex.

    Da ich mich jedoch nicht festlegen wollte,machte ich mit ihr am nächsten Morgen ein Treffen für drei Tage später aus.

    Re: Kenya-Urlaub 2006

    Nachdem ich mich von Sofia verabschiedet hatte,ging es erstmal zum Frühstücken in's Hotel.

    Danach döste ich zufrieden am Pool und spielte an der Bar mit einige Gästen und Angestellten Dart.

    Am Abend vernahm ich wieder den "Ruf der Wildnis" und begab mich als erste Station in's Safari Inn.

    Dort angekommen,setzte ich mich wieder an die Bar,wo ich dann von einer eher mittelmäßigen Schwarzen mit müden Augen und noch müderen Sprüchen angebaggert wurde.

    Ich lehnte jedoch dankend ab und ließ meinen Blick umherschweifen.

    Mir schräg gegenüber saß dann eine süße(21 Jahre alt),sehr vollbusige Kenianerin mit halblangem Haar und einen listigen,frechen und intelligenten Blick.

    Wir nahmen Augenkontakt auf,lächelten uns zu und sie gab mir dann dezent zu verstehen,daß ich mich zu ihr setzen könnte.

    Ihr Name war Lucky.

    Nach einer netten Unterhaltung gingen wir dann zusammen in's Casarina.

    Dort entdeckte uns nach einiger Zeit Sofia.

    Erst befürchtete ich eine Eifersuchtsszene,aber so weit kam es zum Glück nicht.

    Beide versicherten mir,daß sie auf die jeweils Andere nicht eifersüchtig wäre.

    Ich spendierte Sofia noch einen Weißwein,dann begab diese sich mit einigen Freunden in's "Tempo".

    Die Flirterei mit Lucky wurde immer heftiger und bald entschieden wir uns,die Nacht miteinander zu verbringen.

    Nur: wohin?

    Ich durfte keine Begleitung mit auf's Zimmer nehmen und Lucky wohnte mit einer Freundin zusammen in einen kleinen Zimmer.

    Zum Glück kannte ein Taxifahrer ein kleines,günstiges(700 ,- Schilling) Hotel(Minus zwei Sterne,aber sauber)in der Nähe.

    Der Sex mit ihr hatte etwas Niedliches,nur hatte sie anscheinend nicht viel Erfahrung und war etwas unsicher.

    Am nächsten Morgen liefen wir zu Fuß vom Hotel zur Hauptstraße,um von einem der Telefonhäuschen aus ein Taxi zu rufen.

    Ich war in dieser Gegend der einizige Weiße,noch dazu händchenhaltend unterwegs mit einer Schwarzen,und wurde neugierig,mit Belustigung und Mißtrauen betrachtet.

    Beim "Safari Inn" ließ ich Lucky dann aussteigen,gab ihr Geld fürs Frühstück und fuhr weiter in's Hotel.

    Dort frühstückte ich selbst,duschte und kleidete mich neu ein.

    Danach holte ich Lucky ab und wir fuhren zu ihrem Zimmer in Bambooloulou,das sie ja mit einer Freundin teilte.

    Das Zimmer war eines von ca. 5 in einer Wohneinheit.

    Es gab für alle Bewohner ein Klo,das aus einem Loch im Betonboden bestand

    Der Raum von Lucky und Latifah war ca. 5x5 Meter groß.

    Den größten Teil des Raumes nahm ein Doppelbett ein,auf dem Latifah gerade erwachte.

    Latifah war schlank und ihr Gesicht hätte als attraktiv gegolten,wenn es vom Leben in der Armut nicht so abgehärtet gewesen wäre(zumindest ungeschminkt)...

    Sie machte den Eindruck,daß sie locker Jemanden ein Messer an die Kehle hält,wenn dieser sich im Ton vergreift.

    Zu mir war sie jedoch immer freundlich.

    Lucky ging sich waschen und umkleiden,während ich mich mit Latifah unterhielt.

    Später kam Luckys Bruder kurz zu Besuch,der zu studieren schien.

    Anschließend machte ich mich mit Lucky mit einem Matatu auf dem Weg zu einem Strand an der Südküste.

    Erst fuhren wir nach Mombasa und nahmen dort die Fähre,um zum südlichen Teil der Stadt zu kommen.

    Dort angekommen,liefen wir über eine Art Krämermarkt,um zur örtlichen Haupthaltestelle der Matatus zu kommen.

    Auf der anschließenden Fahrt verlangte der "Schaffner" den dreifachen Preis,da ich erstens Weißer und zweitens mit einer Schwarzen zusammen war.

    Ansonsten würde er uns mitten in der Pampa rauswerfen!

    Es gab ein kurzes Wortgefecht auf Suaheli,aber es half nichts;ich musste statt 100,- nun 300,- Schilling abdrücken.

    Mein erstes Erlebnis mit Rassismus gegenüber einem Murunghu(weißer Mann).

    Fast an der Südküste sah ich ein halbfertiges Gebäude,auf dem ein folgendes Plakat angebracht war:
    "Wir suchen deutsche Nachbarn".

    In Deutsch!

    Hier schienen deutsche Siedler zu leben...

    Wir hüpften aus dem Matatu raus und durchquerten so eine Art Zoo mit freilaufenden Affen.

    Am Strand angekommen,war es dort relativ stürmisch mit hohen Wellen.

    Ein interessantes Naturschauspiel.

    Nur zum Schwimmen war es etwas zu stürmisch.

    Deswegen wurde der Strand auch von einigen Polizisten überwacht.

    Nach einem Spaziergang am Strand entlang ließen wir uns relaxt an einer Strandbar nieder.

    Auf dem Rückweg zur Straße machten wir an einem Bistro mit Billard halt,da Lucky Hunger hatte.

    An den Billardtischen spielten einige Deutsche mit den Einheimischen.

    Mir fielen am Parkplatz auch die ungewöhnlich modernen und luxuriösen Autos auf...

    Nach dem Essen brachte mir Lucky einige Worte Suaheli bei und ich im Gegenzug ihr dafür einige Worte Deutsch.

    Beim Warten auf ein Matatu versuchte sie dann,mir das Tanzen beizubringen.

    Als wir im nördlichen Teil von Mombasa ankamen,war es bereits dunkel.

    Später gingen wir zusammen im "Safari Inn" zusammen essen.

    Im Casarina blieben wir diesmal nicht sehr lange,da ich ziemlich müde war und letzte Nacht nicht gut geschlafen hatte...

    Die Nacht verbrachten wir wieder im Minus-zwei-Sterne-700-Schilling-Hotel.

    Re: Kenya-Urlaub 2006

    Der letzte Tag(und die letzte Nacht)in Kenia:

    Am nächsten Morgen verließen wir das Hotel,riefen an der Hauptstraße ein Taxi und trennten uns beim "Safari Inn".

    Es war Samstag und ich hatte ja Sofia versprochen,daß wir uns am Abend im Casarina treffen.

    Da es mein letzter Abend in Kenia war,wollte ich jedoch auch Lucky noch mal sehen und mit ihr ein letztes Nümmerchen schieben.

    Hm,das könnte eifersuchtsbedingte Probleme geben.

    Oder etwa nicht...?

    Naja,erstmal relaxte ich in der Hotelanlage am Pool und genoß zum letzten Mal die afrikanische Sonne.

    Am Abend um 20 Uhr betrat ich wieder das "Safari Inn".

    Lucky,Latifah und deren dicker,alter Liebhaber aus Frankreich saßen bereits an der Bar und aßen(im letzten Teil vergaß ich zum erwähnen,daß wir am Abend davor beim Essen im Safari Inn Latifah mit ihrem merkwürdigen Typen bereits getroffen hatten).

    Dann geschah etwas höchst Lustiges und Nettes:
    Latifah schubste den dicken Franzosen zum Gelächter aller von seinem Barhocker und stellte ihn neben Lucky,damit ich mich neben sie sitzen konnte.

    Der Franzose musste sich einen neuen Hocker holen.

    Lucky erklärte mir rasch:" you don't have to pay the food.It's already paid."(vom Franzosen).

    Dann erklärte sie mir:" This guy only speaks a little bit english.Latifah don't like him,but she sleeps with him,because he can give her Visa for France."

    So erfuhr ich zwei wichtige Dinge:
    - wenn Du Dich in Kenia nicht mit Suaheli oder Englisch verständlich machen kannst,sinkst Du zumindest schon mal in der Gunst der Frauen
    - Du darfst zwar gerne ein bißchen spendabel sein(Essen,Getränke,Fahrkosten),aber wenn Du großkotzig mit Geld um Dich schmeißt,verlieren die Mädels den Respekt vor Dir und Du bist in deren Augen ein Trottel!
    Denn Geld ist in Kenia aufgrund der dortigen Armut besonders lebensnotwendig und wer damit nicht vernünftig und sparsam umging,galt als (mindestens) leichtfertiger,dummer Verschwender.

    Deswegen wollte Lucky am Tag davor von Mombasa nach Coral Beach auch kein Taxi nehmen,da sie meinte es sei zu teuer.

    Zum Glück hatte ich das Gefühl,daß es wichtig sei,dies zu akzeptieren.

    Nach etwas Small Talk und einer Abschiedsumarmung mit der gefährlich-faszinierenden Latifah fuhren Lucky und ich ins Casarina(wie würde ich in Kummerland diese Disco vermissen! ).

    Einige Zeit später kam noch Sofia in einem knallengen,dunkelblauen Hosenanzug *sabber* zu uns und es kam eine muntere Unterhaltung aus Englisch,Deutsch und Suaheli auf.

    Lucky konnte mich sogar zum Tanzen überreden.

    Trotz allen herrschte unterschwellig eine gewisse Spannung.

    EIFERSUCHT!

    Sofia bat mich dann noch,daß ich mich mit ihr in einer etwas leiseren Ecke allein unterhielt.

    Aus Neugierde war ich einverstanden.

    Dann sagte sie zu mir:
    "Erstens,benutze ja immer Kondome!(war eigentlich selbstverständlich;ich hatte im Rucksack immer welche dabei)
    Zweitens,schick von zuhause aus ja kein Geld!
    Wenn Du im Flugzeug nach hause sitzt,kommt am nächsten Tag bereits ein anderer Mann und das Spiel beginnt von vorne.
    OK,vielleicht mag sie Dich tatsächlich,aber...
    Manche Frauen hier kennen 3-4 Männer,die ihnen regelmäßig Geld schicken.
    Schick ja kein Geld!"(hatte ich eh nie vor;so bald ich im Flugzeug sitzen würde wäre trotz der schönen Erinnerungen die Sache für mich beendet )

    Nach diesen Tipps begaben wir uns zurück an den Tisch,wo uns Lucky mißtrausch beäugte.

    Die Stimmung sank...

    Einige Zeit später verließ uns Sofia nach einer letzten Umarmung.

    Als sie gegangen war,meinte Lucky sachlich,aber energisch,daß immer noch etwas mit Sofia hätte(Kenianerinnen rasten in ihrer Eifersucht nicht so aus wie Thailänderinnen,aber nervig ist es trotzdem).

    Ich verneinte dies,aber Lucky glaubte mir nicht.

    Plötzlich dachte ich:" Moooment mal;ich bin doch gar nicht mit dieser Tussi zusammen!Was mache ich da eigentlich?!"

    Deswegen sagte ich zu ihr:"Ich habe nichts mehr mit Sofia und es liegt nun an Dir(ich sagte auf Englisch - ohne die Sprüche der thailändischen Barladies gekannt zu haben "up to you" ),ob Du es nun glaubst oder nicht.Für mich ist die Sache erledigt!".

    Lucky dachte einige Minuten ruhig nach,nuckelte an ihrem Red Bull,dann nahme sie ihre Halskette ab,legte sie mir um den Hals und meinte:"Die schenke ich Dir.Wenn Du wieder nach Kenia kommst und sie trägst weiß ich,daß Du mich nicht vergessen hast."

    Kitschig,aber romantisch.

    Nach einer innigen Schmuserei entschlossen wird uns,zu Luckys Zimmer(Latifah bliebe noch länger beim Franzmann) für eine kleine Abschiedsnummer zu fahren.

    Es war bereits 3 Uhr und um 6 Uhr sollte der Reisebus uns zum Flughafen fahren.

    Diesen Bus durfte ich natürlich nicht verpassen!

    Leider bestand Lucky auf eine Fahrt per Matatu.

    Langsam schlich der Fahrer über die Straßen und hatte es anscheinend gar nicht eilig...

    Gelegentlich stieg jemand ein oder aus,während ich innerlich immer unruhiger wurde.

    Mein Flugzeug nach hause!*ächz*

    In einem Kaff vor Bamboulooloo stiegen wir dann aus und musten für die letzten Meter ein Taxi nehmen.

    Innerlich schwitzte ich bereits heftig.

    Der Flieger nach hause!!!

    Bei Lucky angekommen,rannten wir fast zu ihrem Raum(uns blieb noch eine knappe halbe Stunde zum V***ln!).

    Mit dem Taxifahrer hatte ich vereinbart,daß er uns in 30 Minuten wieder abholen sollte(mir schwante angesichts der kenianischen Lässigkeit zum Thema Pünktlichkeit Schlimmes...).

    Was dann folgte,war die hektischste Fummelei in meinem Leben,aber ich wollte ja unbedingt noch diese geile Kenianerin nageln...

    Also eiligst ausgezogen,ein bißchen gefummelt,einige Wälzereien im Bett(Das Flugzeug!!!*schwitz*),irgendwie trotz des Streßes doch abgespritzt,hektisch angezogen und schon hubte der Taxifahrer vor dem Gebäude!

    Also flott ins Taxi gestiegen und die ganze Tour ebenso zurück(Taxi-Matatu-Taxi) zum Hotel.

    Kurz vor dem Eingang umarmte mich Lucky,seufzte "I will miss you" und stieg aus.

    Als ich vor dem Foyer ausstieg standen die meisten anderen Touris bereits mit ihren Koffern dort und warteten auf den Bus.

    Viele blickten mich verwundert an und rätselten wohl,woher ich um diese Uhrzeit kam.

    Ich ging schnell(rennen konnte ich noch nicht wegen dem noch nicht ganz verheilten Knie) zu meinem Raum,packte im Rekordzeit alles ein und hetzte zur Lobby.

    Kaum dort angekommen,fuhr der Reisebus vor.

    In diesen eingestiegen,liess ich mich erschöpft in einen Sitz fallen und döste vor mich hin.

    Auf der Fahrt zum Flughafen fuhr der Bus diesmal durch die besten Gegenden Mombasa's;wir sollten wohl möglichst gute Erinnerungen behalten,damit wir wiederkommen wollten!

    Als ich viele Stunden später die milimetergenauen Felder und Straßen vom Kummerland sah,begann ich dieses in jeglicher Hinsicht kalte Scheißland zu hassen und wäre am liebsten sofort zurück nach Kenia gedüst!

    Was Frauen,Höflichkeiten und die Einstellung zum Leben betraf,würde für mich nichts mehr so sein wie vorher!

    Die Kette von Lucky habe ich übrigens immer noch.


    Übrigens rief mich Lucky einige Wochen später tatsächlich an und sagte:"I love youuuuuu.Please send me 200,- EURO!".

    Meine Antwort:"I like you and I don't send you 200,- EURO!"

    Sie rief mich nie wieder an;anscheinend war die Liebe doch nicht sooo groß...

    Re: Kenya-Urlaub 2006

    Hi BWS72,
    ich habe mit viel Aufmerksamkeit deine Geschichten gelesen. Hast du alles sehr gut beschrieben. Genau so läuft es wirklich ab in Mombasa. Du hast nichts übertrieben. Ich war auch schon mehr als 70 mal in Mombasa. Ich kenne mich da gut aus.

    LG.
    Joe !!!

    Re: Kenya-Urlaub 2006

    "BWS72" wrote:

    Danke für die Blumen,Leute. :D

    Mal abwarten,wie mein Trip im November wird...


    Hoffe fuer Dich, dass es wieder unterhaltsame Ferien gibt und Du uns wieder berichten kannst. Hat sehr viel Spass gemacht was Du geschrieben hast. Leider ist das ganze eine Sache die in der Regierung anfaengt, da Kenya kein Sozialsystem hat.
    Darum friss oder stirb! Manche Maedchen machen es leider auch nur weil der Magen knurrt und nicht weil der Mzungu ein guter Typ ist.

    Bis dann im November im Safari inn

    Re: Kenya-Urlaub 2006

    Hallo BWS72,
    ich habe in den vergangenen Tage mit Interesse viele Berichte in diesem Blog gelesen.
    Da auch ich seit über 10 Jahren mit dem Keniavirus befallen bin, will ich meine Geschichten schreiben
    meine Erlebnisse und Erfahrungen berichten und vielleicht auch Hilfe finden. Ich wohne in der Nähe von Stuttgart
    und bin 56 Jahre alt.
    2001 bin ich zum ersten mal nach Mombasa gekommen. Eine Kenianerin, die damals bereits sein über 25 Jahren
    in Deutschland wohnte und mit einem meiner Arbeitskollegen verheiratet war. Ihr Mann ist im Jahr 2000 plötzlich
    mit 73 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Da mit ihr und ihrer Familie über all die Jahre eine Freundschaft
    bestand, bat sie mich nach dem Tod ihres Mannes, mit ihr in Urlaub nach Kenia zu fahren, was ich dann auch
    im 02-2001 auch tat. Nach einigen Tagen zusammen im Mombasa besuchten wir zusammen eine Bekannte in
    Nairobi. Von dort aus ist Sie dann zu ihren Eltern nach Kissi gefahren und ich bin zurück nach Mombasa.
    Ich will nun nicht über jeden einzelnen Tag berichten und es etwas abkürzen. Auch ich hatte jeden Abend in Cheers
    oder im Tembo die schönen Mädels um mich. Nach etwa einer Woche entschied ich mich dann für Diana (damals 19)
    Nach einigen schönen Tagen und Nächten ging es für mich zurück nach Deutschland und auch kaum zuhaus kam
    der Anruf, dass ich Geld schicken soll, was ich verneint habe. Ich war dann weiterhin sporadisch telefonisch in
    Kontakt mit ihr und wir vereinbarten, dass ich im 02-2002 wiederkomme.
    Also reiste ich im Februar 2002 wieder und diesmal alleine nach Kenia. Wurde am Flughafen schon erwartet
    und gemeinsam gingen wir auf die Suche nach einem Hotel und landeten im Severin. Ich buchte sie gleich
    mit ein, da es ansonsten ja nicht möglich ist, zu mir aufs Zimmer zu kommen.
    Es folgten 2 wunderschöne Urlaubswochen, über die ich auch nicht bis ins Detail berichten will.
    Der Abschied und die Rückreise nach Deutschland fiel beiden schwer. Zuhause angekommen blieben wir weiter
    ständig in telefonischen bzw. SMS Kontakt.
    Im April infromierte sie mich, dass Sie schwanger wäre. Da ich Single und in keiner Beziehung war sagte ich,
    dass Sie das Kind zur Welt bringen soll und ich dafür Sorge trage. Ab diesem Zeitpunkt habe ich Sie auch regelmässig
    finanziell mit monatlich 150 € unterstützt, die ich ihr per Western Union zukommen lies. Ich war damals 46 und sah
    meinen ersten Vaterfreuden entgegen. Ich war Verkaufsleiter einer Internationalen Spedition und hatte ein recht auskömmliches
    Einkommen. Versuchte dann im 08-2002 dass Sie nach Deutschland kommen kann um das Kind im November 02
    zur Welt zu bringen. Die Ausreise wurde ihr nicht genehmigt und Sie brachte schließlich das Kind (Nathalia) am
    25.11.02 im Agakhan Hospital in Mombasa zur Welt. Für 02-2003 buchte ich die nächste Reise nach Mombasa
    um meine Tochter erstmals zu sehen. Wir hatten gemeinsam wunderschöne 2 Wochen ich bezahlte die Geburtskosten
    dem Agakhan Hospital und planten, dass beide im Sommer Mai-August 2003 zu mir nach Deutschland kommen.
    Auch dies hat alles geklappt und beide waren bei mir und wir waren eine sehr glückliche Familie mit einem Kleinkind, das dann schon mit 8 Monaten ihre
    ersten wackeligen Gehversuche machten. Im 08-2003 mussten beide wieder zurück. Für 2004 planten und vollzogen
    wir dann das nächste Zusammensein, wieder bei mir in Deutschland in der Zeit von 05-08 / 2004.
    .....weiteres folgt !!!!

    Re: Kenya-Urlaub 2006

    Hallo BWS72 und weitere Mzungus,
    in 02-2005 war ich dann wieder für 3 Wochen in Mombasa. Wir machten auch eine Reise zu den Eltern
    bzw. Großeltern und deren weiteren 6 Geschwistern von Diana / Nathalia nach Meru in den Busch.
    Die Fahrt mit dem Bus ab Mombasa Abfahrt jeden Abend um 19.00 Uhr dauerte 20 Stunden also sind wir
    am darauffolgenden Tag um 15.00 Uhr angekommen. Natürlich hat mich das Mitleid gepackt wie die Mama und
    einer der Söhne in der kargen Landschaft an den Bergen mit ihren 3 Kühen und 4 Geisen und einigen Hühnern
    in ihrer ärmlichen Hütte tag - täglich ums überleben kämpfen müssen. Der Mann / Vater ist seit 1990 verstorben.
    Wir haben nicht in der Hütte im Busch übernachtet sondern bei einer Schwester von Diana in einem kleineren Ort nahe Meru. Nichts tolles, aber doch wesentlich besser als bei Mutter und Sohn. Ich habe in allen den 3 Übernachtungen
    kaum ein Auge zugemacht.
    Nach 4 Tagen sind wir wieder mit dem Bus zurück via Nairobi, haben dort noch Bekannte besucht, einmal übernachtet
    und uns dann für einen Rückflug von Nairobi nach MBA entschieden um weiteren Stress zu vermeiden. Vor Abreise von der Mama / Oma habe ich 50.000 € gegeben, dass sie das Dach und etc erneuern und reparieren können.
    Welch Freude in den Augen der Mutter und dem (alkoholabhängigen) Sohn.
    Wieder zurück in MBA, Nathalia war inzwischen etwas über 2 Jahre alt stellte ich mir zur Aufgabe in der verbleibenden Woche nach einem Kindergarten für Nathalia zu suchen.
    Sie soll schließlich rechtzeitig Bildung erfahren und auch die Mutter soll entlastet werden, dass Sie sich um
    Arbeit bemühen kann. Wir saßen im Kenol / Nähe Nakumat und Mutter Diana sagte mir, dass gleich in unmittelbarer
    Nähe eine Schule wäre wo Kinder ab 2 Jahren aufgenommen werden und bis zum Schulabschluss dort bleiben können.
    Also sind wir mit dem Taxi die knapp 500 m in Richtung Nyali gefahren. Auf der rechten Seite steht ein imposantes
    Gebäude, das mir zuvor schon aufgefallen war, ich hielt es jedoch für ein Kommunales Gebäude etc. Wir standen
    vor der SHREE SWAMINARAYAN ACADEMY.
    Nach einer freundlichen Begrüßung wurde uns das Gebäude und all die Lehreinrichtungen gezeigt und auch verschiedene
    Lehrkräfte vorgestellt. Das alles war super und meine Tochter soll das Beste bekommen was an Bildung in Kenia möglich
    ist. Also vereinbarten wir den Kontrakt und am 01.03.2005 startete Nathalia mit knapp 2 1/2 Jahren in der Kidgroup
    in Shree Swaminarayan. Ich reiste nach Hause und war beruhigt, dass meine Tochter in gewisser Weise schulisch zu-
    nächst versorgt ist und die Mutter sich um einen Job bemühen kann. Sie hatten in der Zwischenzeit eine tolle Wohnung in Nyali und in der Vereinbarung war eine tägliche Abholung mit dem Swaminarayan Bus beinhaltet.
    Der Abschied viel wie immer recht schwer, da ich inzwischen besonders sehr mit meiner Tochter emotional verbunden war. Ich stimmte ihr ein, dass sie ja jeden Tag zur Schule gehen soll, denn es wäre wichtig und entscheident für ihr späteres Leben. Das Schulgeld habe ich jeweils in 3 Fees direkt an die Schule überwiesen und auf Anforderung auch Berichte
    und Zeugnisse. Monatlich habe ich der Mutter etwa 200 € per Western Union geschickt für Miete, Essen und Kleidung.
    So verging das Jahr 2005. Ich stellte mich täglich meinen Verkaufsaufgaben in Deutschland u.a. auch weil ich meine
    Familie in Kenia zu versorgen habe. Für 02-2006 war der nächste Urlaub geplant u.a. auch mein 50. Geburtstag im
    Februar dort zu verbringen. Fortsetzung folgt........../3

    Re: Kenya-Urlaub 2006

    Hallo BWS72 und weitere Mzungus,
    das Jahr 2005 verging wie im Flug. Zum 3. Geburtstag am 28.11. und dem 23. Geburtstag der Mutter im Dezember
    stellte ich den überweisenden Betrag bei WESTERN UNION etwas höher.
    Im 02-2006 reiste ich also wieder zu meinen Lieben nach Mombasa.
    Ich muss noch erwähnen, dass ich bei meinem ersten Trip in 2001 Herrn Siggi Naumann aus Hamburg kennenlernte.
    Er war 2001 das erste Mal in Kenia hat aber zuvor die ganze Welt bereist. Er war 2001 bereits in dem betagten
    Alter von 80 Jahren. Siggi hatte einen Tischlerbetrieb in Hamburg (war selbständig) und diesen als er 65 war
    verkauft und hatte dadurch recht viel Kohle. Siggi ist nach Kenia gekommen und wollte Helfen, was er in all den Jahren sehr umfangreich tat.
    Er unterstützte im Jahr 2002 das Projekt den Bau eines Kinderspielplatzes im WEMA Centre, ein Heim für Straßenkinder.
    In den folgenden Jahren unterstütze er Projekte von Likoni Quality Furniture Workshop, ein Projekt für Körperbehinderte
    = Association for the Physically Disabled of Kenya - APDK) Einen ausfürlichen Bericht zu seinem 87 Geburtstag siehe unter
    coastweek.de/dresden/3120-03.htm
    Bei all meinen Besuchen seit 2001 bis 2006 haben wir uns in Kenia getroffen. Seit unserem ersten Treffen in 2001 besteht zwischen uns eine innigeFreundschaft. Leider kann er seit 2007 nicht mehr reisen. Nach der Rückkehr aus dem Keniaurlaub 2006 nach Hamburg erlitt er eine Herzattake und kann nicht mehr reisen. Er ist inzwischen 91 Jahre alt und pflegebedürftig. Wir telefonieren jedoch sehr regelmässig und habe ihn letztmals 2010 in Hamburg besucht.
    Nun meine 3 Urlaubswochen in 02-2006 waren ebenfalls recht schön. Ich nahm mir vor nicht wieder zur Mutter / Oma nach Meru zu reisen und mir diesen Stress anzutun. Die Geschwister sind nach Mombasa gekommen. Ich besuchte sehr regelmässig die SHREE SWAMINARAYAN ACADEMY. Begleitete meine Tochter nach dort und holte sie auch sehr oft wieder
    ab. Da bin ich mit dem Schoolbus mitgefahren. Wir wohnte die 3 Wochen über zusammen im Severin. Meinen 50. Geburtstag feierten wir in dem Hotel wo Siggi wohnte in Nyali Beach. Zusammen waren wir ein kleiner lustiger Kreis.
    Eine Schwester von Diana hat in der Nähe von Meru zusammen mit ihrem Mann einen Safaricomshop und sie erzählte,
    wie toll das alles wäre und welch gute Zukunft dieser Branche wohl bevorsteht ( was ja auch zutrifft ).
    Mein Plan war, dass Diana sich in MBA mit einem solchen Shop selbständig macht. In den folgenden Tagen habe ich mir verschiedene bestehende Shops angesehen und mich informiert. Habe Informationsmaterial und Antragsformulare gesammelt um zu verstehen und das System kennenzulernen. Ich bat die Schwester und ihren Mann Diana zu unterstützen und zu helfen, auch finanziell. Ich war bereit einiges zu geben aber auch die Familie muss mitmachen. Wir haben nach
    Räumlichkeiten gesucht und ein geeignetes, neues Gebäude in Bombolulu gefunden. Einen Mietvertrag haben wir jedoch nicht abgeschlossen da von Seiten der Schwester / Schwager noch keine Bereitschaft für eine finanzielle Unterstützung
    da war. Die 3 Wochen vergingen wie im Flug und meine Rückreise stand an mit all den Tränen des Abschiedes etc.
    Einen Monat später erhielt ich die Info, dass die Schwester finanziell etwas gegeben hat und auch der Raum angemietet wäre, was auch der Eigentümer mir bestätigte. Ich habe 1.000 € beigesteuert und 2 Monate später nochmals 1.000 €.
    Habe jedoch die monatlichen Zahlungen auch reduziert und nur noch jeden 2. Monat Geld für Essen und wohnen geschickt.
    Nun mit dem Shop ist es nichts geworden worauf ich meine weiteren Zahlungen getrosselt und reduziert habe.
    Natürlich war ich sehr verärgert und das Ganze hat mich schon belastet.
    Im September 2006 erkrankte ich an Bournout und musste für 3 Monate in eine Klinik, so dass ich 2007 und 2008 nicht nach MBA reisen konnte. Ich musste auch beruflich kürzer treten und in der Spedition inzwischen fast 30 Jahre in leitender Funktion tätig war, einen Job in der Verwaltung annehmen, was auch mit einem geringeren Gehalt verbunden war.
    Im 02-2009 reiste ich dann wieder nach Kenia. Im Gepäck Excelauflistungen von all meinen Zahlungen um dieses Thema
    auch für die Zukunft zu besprechen auch aus dem Hintergrund, dass meine Einkommensverhältnisse künftig nicht mehr
    in dem Mass wie früher sprudeln werden. Ich machte natürlich Diana und besonders ihrer Schwester / Schwager schwere Vorwürfe weil es mit dem Safaricomshop nicht geklappt hat. Sie hatten eine schöne Wöhnung in Nyali, die nicht nur von mir alleine gesponsert sein kann. Aber all die Keniakanner die diesen Bericht lesen, wissen über all die Ausreden.
    Trotzdem es waren wieder wunderschöne 3 Wochen. Ich besuchte natürlich wieder sehr oft die SHREE SWAMINARAYAN ACADEMY. Besuchte die Projekte von Siggi Naumann, u.a. die APDK, traf mich mehrmals mit dem dortigen Leiter Hubert Seifert, den ich schon seit Jahren kannte. Alles schön hat einmal ein Ende, auch diese 3 Wochen. Fast hätte ich den
    Flieger verpasst, da wir erst knapp eine Stunde vor dem Abflug in unserem Hotel losgefahren sind und wir ständig im Stau standen. Ich habe den Taxifahrer angwiesen auf dem Gehweg etc zu fahren. Wir habe eine Abkürzung über eine Wiese genommen. Wie es in Kenia normal ist musste er noch tanken. Am Flughafen angekommen war keine Zeit mehr für eine
    innige Verabschiedung. Ich rannte mit meinem Gepäck ins Flughafengebäude. Der Flug war "closed" und trotzdem kam ich noch mit. Die haben mich durchgelotst und ich bin mit einem Helfer und meinem Gepäck über das Flugfeld zu dem Flugzeug gerannt und kam noch mit. Wie war ich froh und trotzdem hatte ich Abschiedsschmerzen.
    In 2010 wollte ich mir diesen Stress nicht mehr antun. Ich habe regelmässig versucht mit Diana und meiner Tochter Nathalia in Verbindung zu kommen und habe auch jeden 2. Monat Geld geschickt. Aber "pole pole"!!!
    In 2011 ging es mir gesundheitlich wieder schlechter. Hatte auch Bluthochdruck un mein Arzt hat mir von einer Reise
    nach Kenia abgeraten bzw es mir sogar strengstens verboten.
    Im Dezember 2011 hatte ich wieder Bournoutsydrome, konnte dieses Jahr als wieder nicht reisen. Seit Mitte 2011, also
    seit nunmehr gut einem Jahr ist der Kontakt von Seiten Diana sehr zurückgegangen. Ich bat Sie und auch meine Tochter Nathalia schon mehrmals mir aktuelle Bilder zu schicken. Bat meine Tochter mir ein Bild zu malen, einen Brief zu schreiben, all das was sie Jahre zuvor regelmässig gemacht hat. Ich bezahle weiterhin die Schule direkt und habe die
    Zahlungen per WESTERN UNION weiter reduziert. Vor 2 Wochen habe ich 200 € geschickt und ich bat, dass ich unmittelbar
    eine Mail, einen Brief und aktuelle Bilder erhalte. Bis heute ist nichts angekommen und ich weiss, der nächste Anruf folgt dann in ca 2 Monaten mit der Bitte um Money.
    Ich bin nunmehr soweit mit meinen Überlegungen ob ich nur noch das Schulgeld, das sich inzwischen immerhin auf 2.000 € p.a. beläuft bezahle. Aber das erhöht sich mit jedem Jahr und meine finanzielle Situation ist noch einigermassen okay,
    lässt es aber nicht zu, die hohen Kosten der SHREE SWAMINARAYAN ACADEMY noch weitere 5-6 Jahre zu bezahlen.
    Deshalb eine Frage an Mzungu und die Kenner.
    Welche Alternativen kennt Ihr ??? Es gibt ja genügend andere Schulen. Ich wäre schon bereit, für die Bildung meiner Tochter einiges zu geben. Aber es stellt sich auch die Fragen, wie sich beide mir gegenüber verhalten. Ich bin da voll und Ganz in der Mzungufalle was mich auch sehr belastet.
    Dir BWS72 wünsche ich einen schönen Aufenthalt im November und dann einen schönen Geburtstag.
    Wenn Du in der Nähe von Stuttgart wohnst wäre es ja sicher möglich, dass wir uns zuvor einmal treffen.
    Wäre schön einige vertraute Antworten zu bekommen. Ich melde mich dann wieder.
    Viele Grüße aus der Nähe von Stuttgart an alle Leser.