So erkennt man wahre Liebe

    Hallo,

    ich sehe es auch aus zweierlei Augen. Ich hatte irgendwo in einem anderen Thema
    schonmal zum Ausdruck gebracht, dass selbst Kenianer aus dem Hinterland oder Nairobi
    um Gottes Willen keinen Partner aus Mombasa haben wollen, weil man da genau weiß
    wie das Business mit der Liebe läuft.
    Heißt nicht, dass alle Menschen, die nicht aus Mombasa stammen ehrliche und treue
    Menschen sind und bedeutet auch nicht, dass alle Menschen aus Mombasa Betrüger
    und Vorgaukler sein sollen.
    Ob in Deutschland, Kenia oder sonst wo auf der Welt, man kann an falsche Menschen
    geraten (kenne einige Geschichten aus der Karibik oder Süd-Ost Asien, die für die betreffenden
    Personen auch nicht toll abgelaufen sind).
    Und im Vergleich zu westafrikanischen Ländern, wo nahezu 100% aller Beziehungen nur zu
    Visumzwecke oder Ähnliches geführt werden, kenne ich mittlerweile viele Beziehungen
    zwischen Deutschen und Kenianern, die seit Jahrzehnten halten. Und immer der selbe Hintergrund.
    Egal ob Mann oder Frau aus Kenia oder Deutschland, die finanziellen Verhältnisse sollten
    in etwa gleich sein. Heißt jeder wäre in der Lage ohne den anderen selbst zu überleben.
    Wenn dies der Fall ist, ist die Chance relativ hoch, dass diese Beziehung auch lange anhält.
    Das ist aber auch keine Garantie, wie man in einigen Fällen leider gesehen hat.
    Dennoch ist dies Möglich.
    In meiner Heimatstadt leben einige Kenianer, die ich kennen gelernt habe. Und auffällig
    ist wirklich folgendes. Der Großteil aus Mombasa ist getrennt.
    Der Großteil aus nicht Mombasa ist immer noch in der selben Beziehung.
    Zufall oder nicht? Ich weiß es nicht.
    Und auch eine Deutsche Ex kann dir Haus und Hof nehmen.
    In diesem Sinne es nicht alles Gold was glänzt aber wenn man Glück hatte,
    hat man Gold gefunden.

    @ KaribuNairobi:
    Ja ich kann auch verstehen, wie Du es meinst. Meine Schwägerin (Schwester meiner
    Frau) wurde bis jetzt auch immer nur von weißen Männern vera....t. Immer nur
    Geschichten bis zu deren Urlaub, dann eine tolle Zeit im Urlaub und danach ist
    Schluß. Es ist nicht so, dass sie davon nichts hatte, teilweise schön 5* Hotel,
    zwei Wochen Amboseli, paar Tage Zansibar aber sie wollte ja eine feste Beziehung
    mit evtl. heiraten und Kinder später und keinen schönen XXX-Urlaub.

    Und wenn die in Kenia auch mal ein Bezness-Forum machen, dann kommen da aus
    deren Sicht genauso krasse Geschichten, wie wir hier eines, aus unserer Sicht haben.
    So is it
    Wenn ich die Posts hier so lese, dann fühle ich mich tieftraurig im Raum Mombasa meine zweite Heimat gefunden zu haben. Die Coastal Region hat ihren Charme offensichtlich verspielt. Nicht zuletzt auch wegen der vielen negativen Erfahrungen, die ihr gemacht habt und über die ihr euch hier in den Foren so gerne auslasst.... aber wer ist eigentlich "Mombasa" .... wer ist Nord- und Südküste? Sind es noch die ursprünglichen Einwohner ? ...oder sind da vielleicht viele Menschen aus dem ganzen Land an die Costal Region gewandert, um dort einen Arbeitsplatz in der touristisch entwickelten Region zu finden?

    Wenn ein Land eine regional extrem unterschiedliche Arbeitslosenquote hat, dann bewegen sich Menschen da hin, wo sie sich Arbeit erhoffen.... Der Küstentourismus hat Arbeitsplätze geschaffen, es liegt schon viele Jahre zurück. Ich denke sogar, dass ein junger Mensch von der Grenze Kenia/Uganda und anderen Ecken Kenias vor vielen Jahren noch der Meinung war, dass er an der Küste durch harte Arbeit reich werden kann. Es haben sich aber viel mehr Kenianer auf Arbeitssuche an die Küste begeben, als Jobs im Angebot waren. In Ukunda liegt die ALQ bei über 50%. Nur ein geringer Teil ist nach erfolgloser Jobsuche wieder in sein Dorf ins Hinterland oder sonstwo zurückgekehrt, da dort die Aussichten auf auskömmliches Einkommen genauso schlecht waren und sind.

    Was will ich damit sagen: Es gibt kein "Seriösitätsunterschied" zwischen Menschen "Mombasa" und dem Rest von Kenia. Die Küstenregion besteht nicht allein aus den usprünglichen Stammesbewohnern sondern ist ein innerkenianisches Multi-Kulti. Und mit teilweisen Äußerungen vorangegangener Posts befeuert ihr nur den Tribalismus. Oder ihr habt euch mit Tribalismus in einem ostafrikanischen Land noch nie beschäftigt ? Welcher Volksstamm hat welches Image unter den anderen Stämmen? Was übernehmen wir schlauen Europäer gern, um daraus unsere eigene Meinung zu machen ..und diese dann auch noch breit zu streuen?

    Warum verurteilen wir, die Gäste dieses Landes die Menschen, die sich mit Beziehungsangeboten oder gar Prostitution ihren Lebensunterhalt verdienen? Besonders das männliche Geschlecht beklagt sich hier so sehr über die lügnerischen Kenianerinnen! Dabei ist Kenia doch viel mehr das Land der Sugar-Mamas aus Europa ! Film-Bsp: Paradies:Liebe von Ulrich Seidl

    Aber fragt euch doch mal alle.... was war zuerst? Das Angebot oder die Nachfrage?

    Ich glaube nicht dass eine Kenianerin, die beispielsweise durchaus akzeptable Massagen am Strand anbietet, den Job macht um sich zu prostituieren. Ich kann die Frau aber verstehen, dass sie ihre Familie im Hinterland unterstützen muss und sich deshalb irgendwann dem Druck ergibt, Geld zu verdienen und nicht länger zuschauen kann, wie die Männer immer häufiger in das Massagezelt ihrer Nachbarin gehen.

    FAZIT: Wir sind es, die durch unser eigenes Verhalten andere Kulturen dazu bringen, Bedürfnisse kommerziell zu befriedigen, die nie deren eigenen Lebenszielen entsprachen.

    ....baada ya kazi....karibu nyumbani....karibuni kenya
    Das kann ich aber so nicht so ganz glauben: viele KenianerInnen gehen nach Nairobi oder Mombasa, weil da die Arbeitslosigkeit nicht so drückend ist wie Upcountry!
    Und da wieder lieber nach Mombasa als nach Nairobi weil es
    a) billigere Wohnungen gibt
    b) kein (weniger) Dauerstau
    c) billigere Lebensmittel
    d) nicht so eiskalt ist
    :) :)
    a) billigere Wohnungen gibt .............. Nairobi 12000/= - gleichwertig Mombasa 3500/=
    b) kein (weniger) Dauerstau.............. einfacher täglicher Vergleich
    c) billigere Lebensmittel.....................z.B. Fleisch Nairobi 650/=, Mombasa 380/=, Tomaten Nai ungefähr doppelter Preis, Zwiebel 140:55 (sailonal) u.s.w.
    d) nicht so eiskalt ist ........................ Nai 16 Grad, Mba 24 Grad (aktuell)

    .... und aktuell kenne ich mindestens 40 Personen, die wegen drückender Arbeitslosigkeit aus Meru, HomaBay, Kakamega, Mumias, Kisumu, Webuye nach Mombasa (Shanzu oder VOK) gezogen sind und hier zumindest zeitweise Arbeit finden.
    Schon recherchiert, bevor geschrieben :)