von kado » Fr 29. Jul 2011, 16:11
Hallo, Ich bin neu im Forum und mir wird´s,ehrlich gesagt, ganz "schlecht", wenn ich lese,was hier gutherzigen Menschen passiert ist! Ein,e "mzungo" ist ein begehrtes Objekt und ich habe schon erlebt, dass zwei Beachboys sich bis zum gegenseitigen Umbringen (zum Schluß brachten die Freunde des Ermordeten den Killer um) um eine mzungo gestritten haben. Die wußte vermutlich gar nichts davon...(das passierte in Mtwapa). Als mzungo hat man es in Kenia und Tansania auch nicht gerade leicht. Gerade als Frau. Ewig diese Anmache, man kommt sich vor wie ein Zirkustier und kann sich kaum frei bewegen.Ich habe in Kenntnis der Geschichten, zuerst alleine gelebt. Das war fast unmöglich. Kenia - Mann hat alles versucht:Pulver um die Wohnung, witchcraft, abra ka dabra und ich weiß nicht was!Und wenn sie nicht will, dann gebrauche ich "Tricks". Und dann natürlich Stehlereien durch Askari, Lug, Betrug.Rache, wenn ich nicht wollte.Ich habe mächtig Lehrgeld bezahlt, auch ohne am Anfang einen Begleiter zu haben. Dann war da doch einer, der mir Pulver ins Essen tat.Nach drei Monaten ging er "fremd". Vorsicht, dann kommt die Rache der Familie!Rausschmiss vollzogen, umgezogen.Dann wurde mir ein Begleiter vermittelt von einer Europäerin mit kenianischem Freund, gegen Kommission.Das weiß man erst später!Ich wollte absolut nicht, arbeitete im sozialen Bereich.Ohne kenianischen Mann geht es nicht, mit auch nicht! Eigentlich sind die meisten Naturtalente im Schauspielern.Alle nach Hollywood! Ich kenne inzwischen einige Europäerinnen,die es ohne kenianischen Mann schaffen.Aber alle haben Lehrgeld bezahlt! Aus der Not heraus nun einen anderen Askari.Der war,ist ,wie sich herausstellte drogensüchtig.Ihn dort herausgeholt, Therapie.Er, schwarze Freundin,Therapie abgebrochen.Aber keiner hilft ihm da. Er ist raus und will auch nicht zurück.Doch nur Medikamente schlucken? Also, die Kenianer untereinander sind absolut nicht sozial. Und die Familen wollen intern auch keine Probleme. Der Rausgeholte ist jetzt dankbar, sagt er. Kurz: Ich habe selten so viel in so kurzer Zeit erlebt, wie in Kenia! Ich bin mir absolut unsicher, ob es nur um Geld geht, meistens ja, aber nur? Ich kann´s irgendwie nicht glauben, dass jedwede Menschlichkeit dort nicht existieren soll? Nun helfe ich ja voluntärisch für eine Orga.Ich stelle nur fest, dass ich härter geworden bin.Aber ausgenutzt wird man immer noch.Arm und reich...Ich weiß irgendwie nicht, wie ich das alles einschätzen soll?
Vielleicht habt Ihr mehr Erfahrung?
Kado