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Re: 8 Jahre Kenya

Beitragvon Shikamoo » Mi 1. Jun 2011, 19:33

@ riverroad
Alleine mein Dortsein ist eine Unterstützung derer. Ich muss mich nicht noch abzocken lassen und hinterher noch Danke sagen wollen.
Genau das wollte ich zum Ausdruck bringen, wenn ich sage, dass jeder Mensch selbst dafür verantwortlich ist, was aus seinem Gelbbeutel entnommen wird. Als kaltschnäutzig würde ich das nicht unbedingt bezeichnen, eher als normal, oder ???
Vielleicht noch ein Wort zum Thema Abzocke.
Ich denke, wir müssen nicht nach Kenia schauen um zu erfahren, was Abzocke bedeutet. Deutschland mit dieser Regierung lebt perfekt vor, wie Abzocke funktioniert, mit einem gravierenden Unterschied. Du kannst dich dagegen nicht wehren, du kannst nicht nein sagen.
@ Rafiki
ich habe den Link angeklickt. Aber ganz ehrlich, diese Seite ist nicht so ganz mein Ding. Ich persönlich orientiere mich lieber an eigenen Erfahrungen. Lesen oder Zuhören ja, aber nicht alles Glauben, was da so erzählt wird. Auch muss nicht die Berichterstattung einzelner Schiksale ein Spiegelbild aller schwarz-weißen Beziehungen wiedergeben.
Das ist Schade, dass du noch nicht verheiratet warst. Möglicherweise würdest du die ganze Situation mit anderen Augen sehen. Ich war schon dreimal verheiratet. Ich weiß worüber ich rede. Auch wundere ich mich jetzt über deine Aussage, dass es dir beruflich nicht möglich ist oft nach Kenia zu reisen. Hast du doch in deinem vorigen Statement behauptet, ein Kenner des Systems zu sein :?:
Vielleicht noch eine ganz wichtige Aussage eines Forumskollegen (Kamau), der wirklich weiß, worüber er redet.
Hüte dich vor sogenannten Freunden. Viele in Kenia lebende "Weiße" beherrschen die Kunst des Abzockens besser als die Afrikaner.
@ Sanaipei2009
Du solltest dich nicht irre machen lassen durch die "bösen" Worte einiger Geschädigten. Ist ja irgendwie auch verständlich, dass man eine mords Wut im Bauch hat, wenn man viel Geld (wenn nicht gar alles) verloren hat. Und natürlich muss ein Schuldiger her. Was mir dabei aufstößt ist, dass immer die anderen Schuld haben. Keiner ist in der Lage ehrlich zu sagen: Ich habe Mist gebaut, ich habe mein Geld falsch investiert. Ich wundere mich immer wieder, wie aus einem in Europa als Arbeiter tätigem Menschen, plötzlich in Kenia auf wundersame Weise der Geschäftsmann entsteht. Der LKW Fahrer mutiert zum Farmer, der technische Angestellt eröffnet eine Kneipe, der Maler wird zum Shopbesitzer und alle glauben: Jetzt rollt der Rubel. Kenia hat ja nur auf Sie gewartet.
Seit Jahren wird in Foren vor Abzocke gewarnt. Anscheinend liest das keiner, erst, wenn es zu spät ist.
Euch allen einen schönen Vatertag.
Eines der nützlichsten Tiere ist das Schwein. Von ihm kann man alles verwenden, das Fleisch von vorn bis hinten, die Haut für Leder, die Borsten für Bürsten und den Namen als Schimpfwort. (Kindermund)
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Re: 8 Jahre Kenya

Beitragvon Riverroad » Do 2. Jun 2011, 07:21

@Shikamoo
Der Ausdruck "kaltschnäutzig" war nicht böse gemeint, vielleicht auch falsch gewählt. Damit es keine Missverständnisse gibt: war mehr wie "cool" oder "unantastbar" gemeint.
Was die Abzocke in Deutschland anbetrifft, so gibt es natürlich auch Parallelen. Jedoch bin ich der Meinung dass man es sich so einfach auch nicht machen kann. Politisch gesehen, interessiert es die kenianischen Leader einen "Sch...ß" wie es dem Volk geht, die machen sich ja noch nicht mal die Mühe zu verbergen wie sehr sie sich am Volk bereichern.
Was die Mädels angeht, so gebe ich mal einen Gedankenanstoß:
Was wäre, wenn die schwarzen Frauen ihre schwarzen Männer genau so behandeln würden wie sie mit Wazungu umgehen? Erstens würden sie es sich gar nicht trauen und zweitens würde es von morgens bis abends Prügel geben. Was in diesem Falle zwischen Schwarz und Schwarz ganz normal wäre. Kein Mensch würde sich darüber beschweren.
Die Abzocke ist zwischen schwarz und weiß immer vorprogrammiert und jede "Hilfe" (ihr wisst schon was ich meine) ist immer eine Einbahnstrasse. Aus anfänglich ausgedachten traurigen Anlässen und Stories, durch die eben Hilfe erbeten wird, wird ganz schnell ein Gewohnheitsrecht. Vollkommen abgebrüht wird einseitig rücksichtslos gefordert und gefordert als wenn es das Selbstverständlichste auf der Welt wäre dass Mzungu bezahlt.
Und das verrückte daran ist: Es funktioniert ja ! Und schon sind wir wieder am Anfang der Geschichte angelangt ...

Einen schönen Vatertag ...
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Re: 8 Jahre Kenya

Beitragvon kenyacane » Sa 25. Jun 2011, 00:07

Hallo Rafiki,
auch wenn Du schlechte Erfahrungen mit Afrikanern gemacht hast, solltest Du nicht dem Rassismus verfallen. Das Wort "Neger" wurde in der Zeit von Adolf Hitler verwendet. Mittlerweile ist es MEGA OUT!
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