Shikamoo hat geschrieben:cipsi hat geschrieben:Fuer diese Herren waren die Maedels ja nur............
Ich denke, dass diese Meinung gar nicht so daneben ist. Denn eines wird wohl jedem klar sein. Wer Sex für Geld macht, ist eine Prosttuierte. Die Gründe sind sicherlich sehr unterschiedlich.
1) Einige, und die Betonung liegt auf "einige", prostituieren sich aus einer Notlage heraus. Aber nur sehr wenige. Diese Mädchen machen Sex für Geld. Dann sieht man sie 2 Wochen nicht, bis das Geld aufgebraucht ist. Dann sitzen sie wieder an der Theke.
2) Vielen macht der Sex einfach nur Spaß und wenn dann auch noch Geld damit zu verdienen ist, SUPER. Das sind die, die an einem Tag mehrere Wazungus beglücken können. Hierbei kann man ganz bestimmt nicht von einer Notlage sprechen. Das sind Huren, keine lieben anständigen Mädels.
Ich ziehe meinen Hut vor den Frauen und Mädchen, die an meine Haustüre klopfen und fragen, ob ich Arbeit hätte. Waschen, putzen, kochen oder einkaufen.
Das sind liebe nette Mädels, denen wirklich Respekt gebührt.
Nun, wer Sex anbietet, macht das auf verschiedenste Art und Weisen. Auch die Ehefrau tut dies aus "hehren Gründen".
Würdest Du sie als Prostituierte bezeichnen - mit diesem negativen Unterton, wie Du über Deine "Erfahrungen" sprichst?
Die meisten Frauen in Kenia - und da widerspreche ich Dir ganz entschieden - bieten Sex für Geld aus der Armut heraus an.
Wer einen ordentlich bezahlten Job, einen gut verdienenden Ehemann hat oder aus betuchter Familie kommt -
der wird sicherlich nicht des Lebensunterhalts wegen diesen "Traumberuf" ergreifen.
Du kommst als Tourist nach Kenia, zeigst Dich dort als Botschafter einer reichen Welt. Die Frauen beobachten das:
Viele der fremden Männer dort sind weder klug noch haben einen guten Beruf - aber sie haben etwas, was sie nicht haben:
Geld. Liegt es da fern, zu glauben, in Europa verdiene man leicht Geld?
Während die Frauen selbst schwer arbeiten, verfügen sie über zu wenig Geld. Sie ersparen das Geld für den Bus, sie leben in Elendsvierteln ohne Wasser und Licht usw.
Die Touristen aber erleben eine Fantasiewelt, die die Einheimischen zum Träumen verführen. Diese Träume müssen sie auch noch mit bezahlen.
Ein Ehemann aus dem reichen Europa oder Amerika - wäre das nicht "der" Ausweg für diese Frauen aus dem Elend und der Not? Da macht man sich fein, um mithalten zu können. Das kostet viel. Wie kannst Du den Frauen dort dann vorhalten,
sie bräuchten zu viel für sich selbst?
Sex sollte schon Spaß machen. Und Menschen dort haben vielfach ein entspannteres Verhältnis dazu wie hier zu Lande.
Aber so zu tun, als wäre "Sex zu haben" der einzige Lebenssinn Deiner Kundinnen - das halte ich für eine Sichtweise,
wie sie männliche Menschen oft zeigen, die ihre eigenen Vorlieben irgendwie erklären wollen.
Und von wegen, diejenigen, die Putzen, Waschen, Kinder betreuen, Einkaufen usw. anbieten, seien ehrenwerter als diejenigen,
die "nur" Sex für Geld anbieten: Sie kamen wegen ihrer Armut, ihren Träumen aus ihren Dörfern. Da es nicht so viele
frauenehrende Jobs in den Städten gibt, wie Anbieterinnen aus den Dörfern nachziehen - wo glaubst Du, werden sich
diese abgewiesenen Frauen letztendlich "verdingen"? Schließlich kannst Du ja die "Ehrenwerten" nicht alle einstellen.
Und manchmal glaubst Du sicherlich, dass die Frau doch auch zu noch anderem zu gebrauchen sein könnte als nur zum Putzen...
So schließt sich der Kreis.
Es gibt Frauen von dort und anderswo, die gerne in einem gesicherten Leben leben - ohne sich außerhalb zu prostituieren.
Aber manche kommen mit Ehemänner, die selbst nicht genug zum Überleben in Deutschland haben. Was wird dann aus
diesen Frauen, ihren Träumen, ihren Familien?
Klar ist, dass man sich - je nach Gewerbe - entsprechend verhält: Das zeigt sich in der Kleidung, im Auftreten, in der Sprache, im Verhalten im Allgemeinen.
Wenn Du dich ständig in einer mittelmäßigen Bar bewegst - Du würdest unangenehm auffallen, die Konkurrenz würde Dich überrollen, würdest Du dort die Keusche, die Feinsinnige, die Gebildete, etc. darbieten.
Zudem müssen die Frauen dort ja glauben, alle Männer aus Europa oder Amerika seien "so", wie sie sich dort zeigen.
Also - der entsprechende Ton wird da zur Gewohnheit, ohne dass der Tourist berechtigt sein könnte, die Frauen dort
in Klassen aufteilen zu dürfen: In Putzfrauen und Prostituierte, mit allem, was Männerseelen und -hirne damit verbinden mögen.
Erst sollte man sich dazu erziehen, den Menschen in seinem Gegenüber zu sehen - dann mag man entscheiden,
ob der eine oder andere Charakter zu einem passt oder eben nicht. Das Touristenauge alleine ist da wenig verlässlich...