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Re: Begegnungen

Beitragvon Matundani » Sa 27. Feb 2010, 11:21

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: ja echt. Hier gibts was zum Lesen. Kino ist dagegen langweilig :mrgreen:
Wer etwas will, sucht einen Weg.
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Re: Begegnungen

Beitragvon moto » Sa 27. Feb 2010, 18:02

Shikamoo hat geschrieben:@ moto

Um Niklas Luhmann vollständig zu zitieren:
Bewusstseinssysteme können dann „subjektiv das für objektiv halten, was sich in der Kommunikation bewährt, während die Kommunikation ihrerseits Nicht-Zustimmungsfähiges als subjektiv marginalisiert“.


Luhmann kann man nicht einfach erklären. Auch wenn Du den obigen Satz, der überall zu finden ist, noch zitierst - Du hast
dennoch nicht verstanden, worum es anderen geht, die sich auf Dein "Informationsersuchen" hier äußerten.
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Re: Begegnungen

Beitragvon Shikamoo » Sa 27. Feb 2010, 18:41

@ moto
schon möglich, Luhmann ist ganz bestimmt nicht einfach zu erklären und schon gar nicht einfach, zu verstehen.
Es war auch nie meine Absicht über Luhmann zu disskutieren. Was ich wollte ist, ein Thema in den Raum stellen, zu dem jeder seine Meinung sagen kann.
Es funktioniert leider nur zum Teil. Einige haben es verstanden, andere eben nicht. Schade, sehr Schade. Ich habe daraus gelernt.
Ein schönes WE euch allen.
@ Mzungu
Bitte diesen treat schließen. Ich denke es reicht. Ich bin sicher, es kommen viele interessante Themen von den anderen Usern.
Eines der nützlichsten Tiere ist das Schwein. Von ihm kann man alles verwenden, das Fleisch von vorn bis hinten, die Haut für Leder, die Borsten für Bürsten und den Namen als Schimpfwort. (Kindermund)
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Re: Begegnungen

Beitragvon moto » Sa 27. Feb 2010, 19:03

Shikamoo hat geschrieben:@ moto
Was ich wollte ist, ein Thema in den Raum stellen, zu dem jeder seine Meinung sagen kann.
Es funktioniert leider nur zum Teil. Einige haben es verstanden, andere eben nicht. Schade, sehr Schade. Ich habe daraus gelernt.
Ein schönes WE euch allen.



Warum beleidigt sein? Nicht jeder, aber doch einige haben ihre Meinung gesagt. Wenn "es nicht funktionierte", wie Du dir das vorstelltest, wäre es gut gewesen, Du hättest Dein Anliegen genauer beschrieben.
Ich habe nicht gesehen, dass andere im Gegensatz zu den Missverstehern tatsächlich verstanden hatten.

Wenn Du Infos über diese Art der Arbeit dort hast, nützt es nicht viel, einige Freunde deswegen anzusprechen oder diese darüber zu informieren, wie gut oder wie schlecht Du die Arbeit dieser Frauen einschätzt, welche Spezialleistungen diese erbringen, usw. usw.
Wer diese Arbeit dort in "bessere" Bahnen lenken möchte, sollte entweder hier die entsprechende Dienstleistung in Anspruch nehmen. Denn hier kann man ein Bordell eröffnen, in Menschen und Material investieren und die bestmögliche Kontrolle ausüben, was bei den vielen Nebenerwerbsprostituierten eben nicht der Fall sein kann, die auf eigene Rechnung
arbeiten - oder er muss mit den bekannten und weniger bekannten Unwägbarkeiten in Kenia und anderen Ländern, in denen der Sextourismus blüht, leben.
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Re: Begegnungen

Beitragvon Diego » Sa 27. Feb 2010, 19:16

@moto

Ich bin zwar im Groben mit Deiner Ausführung einverstanden allerdings möchte ich doch den Unterschied hiesiger und den kenyanischen "Dienstleistern/innen" klar herausstellen. In Kenya, bzw. besagten Orten an der Küste sind doch die meisten darauf angewiesen und haben gar keine andere Möglichkeit ihre Familien durchzubringen. Zum anderen ist auch die Frequenz der Kunden sehr sehr bescheiden. Und was ist den schon wenn man an eine der Damen mal 500 oder 1000 KSh bezahlt und ist nicht zufrieden ... Dann sind es eben mal ein paar Bierchen weniger dafür hat das Mädel die Familie wieder um einige Tage satt bekommen. Ich habe einige dieser Mädels kennengelernt und habe auch gefragt warum sie mit so alten häßlichen Pennern in die Kiste steigen. Sie haben gar keine andere Wahl! Sie sind doch froh wenn sie einen Mzungu in einer oder zwei Wochen abkassieren können.
Meines Erachtens darf das Thema gar nicht Prostitution heißen sondern Armut.
Und so manche Discomaus in DL hat im Monat mit Sicherheit mehr Lover als die Mädels an der Küste. Und wer da noch zwei Drinks bezahlen muss liegt schon über dem Einsatz den er bezahlt in Kenya ...

Deswegen halte ich dies hier für eine Art Hetzjagd und menschenunwürdig.
Auch wenn jetzt jemand behaupten sollte ich habe mal nicht verstanden oder kapiert.
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Re: Begegnungen

Beitragvon moto » Sa 27. Feb 2010, 19:58

Diego hat geschrieben:@moto

Sie sind doch froh wenn sie einen Mzungu in einer oder zwei Wochen abkassieren können.
Meines Erachtens darf das Thema gar nicht Prostitution heißen sondern Armut.
.

Deswegen halte ich dies hier für eine Art Hetzjagd und menschenunwürdig.
Auch wenn jetzt jemand behaupten sollte ich habe mal nicht verstanden oder kapiert.


Es ist richtig, was Du sagst: Die meisten Stadtbewohnerinnen - und in die Stadt geraten diese Mädchen aus den verschiedensten Gründen, die wir hier noch nicht besprochen haben - sehen ihre Möglichkeiten nur darin, der mehr oder weniger organisierten Prostitution nachzugehen. (Geklärt wurde auch bisher nicht, was hier und dort unter Prostitution verstanden wird. Denn gar manche der Mädchen dort sehen sich gar nicht als solche).

Als Hetzjagd war wohl die Eröffnung dieses Themas nicht gedacht. Der Themenstarter hat nur - nach meiner Einschätzung - viele Dinge, die das "Preisleistungsverhältnis" bei diesen Dienstleistungen nach seinem europäischen Verständnis und seiner Meinung stören, so dargestellt, als könnten die Frauen dort grundlegend etwas dafür oder dagegen tun. Dem ist aber nicht so.
Wie Du sagst - es ist die Armut, die die Frauen umtreibt. Und das menschlich verständliche Streben, irgendwie auch ein Stück vom Kuchen ab bekommen zu können. Traum"beruf" ist es wohl für keine der Frauen in solchen wirtschaftlichen Verhältnissen.
Wir wären dann wieder beim Thema "Bildung für alle" und beim Respekt den Menschen in diesen Ländern gegenüber , den viele Besucher dort bei der Befriedigung ihrer Bedürfnisse vermissen lassen.
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Re: Begegnungen

Beitragvon cipsi » So 28. Feb 2010, 04:03

@southcoast,
und ausdruecken tun sich manche......unglaublich,

@moto,
womit wir bei dem Thema waeren,Respekt.Ich gebe Dir 100%ig recht,viele lassen es an Respekt fehlen.Ich koennte Euch ganz sicher etliche sehr traurige Storys ueber Frauen erzaehlen,die von Deutschen ganz schlimm verdummt wurden.Ich streite nicht ab,es gibt auch die andere Seite,aber es gibt schon viele die den Maedels das Blaue vom Himmel versprechen und heraus kommt natuerlich nichts.Die Herren geniessen ihren Urlaub als toller Hecht und daheim wartet der Rest der Familie....Zurueck bleiben Scherben und wenns schlimm kommt sogar noch ein Baby.
In Europa ist fuer viele Maenner Verhuetung Frauensache,hier ist man noch nicht ganz soweit,in Europa haben die Maenner fuer Kinder zu zahlen,hier reisen sie einfach nur ab :mrgreen:
Fuer diese Herren waren die Maedels ja nur............
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Re: Begegnungen

Beitragvon southcoast » So 28. Feb 2010, 07:55

Cipsi, alles passend zum Thema :D und man staune wo dieses nun hinführt nach dem eigentlichen Vorschlag!
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Re: Begegnungen

Beitragvon Shikamoo » So 28. Feb 2010, 09:47

cipsi hat geschrieben:Fuer diese Herren waren die Maedels ja nur............

Ich denke, dass diese Meinung gar nicht so daneben ist. Denn eines wird wohl jedem klar sein. Wer Sex für Geld macht, ist eine Prosttuierte. Die Gründe sind sicherlich sehr unterschiedlich.
1) Einige, und die Betonung liegt auf "einige", prostituieren sich aus einer Notlage heraus. Aber nur sehr wenige. Diese Mädchen machen Sex für Geld. Dann sieht man sie 2 Wochen nicht, bis das Geld aufgebraucht ist. Dann sitzen sie wieder an der Theke.
2) Vielen macht der Sex einfach nur Spaß und wenn dann auch noch Geld damit zu verdienen ist, SUPER. Das sind die, die an einem Tag mehrere Wazungus beglücken können. Hierbei kann man ganz bestimmt nicht von einer Notlage sprechen. Das sind Huren, keine lieben anständigen Mädels.
3) Und dann noch Kategorie 3. Das schnelle und einfach verdiente Geld lockt. Und dieses Geld wird nur zu einem Minimalteil an die Familie weitergegeben. Das meiste wird in Klamotten, Kosmetik, Modeschmuck u.s.w. investiert. Ich habe mal ein Mädchen gefragt, warum sie soviel Geld bei mir im Laden läßt. Die Antwort war ganz klar. " Die Konkurenz ist groß und im täglichen Kampf um die Wazungus muß man einfach gut aussehen, sonst bekommt man keinen ab. Und die Familie braucht nicht viel. " ( Dieses Mädchen hatte 3 "Unterhaltszahler" in Europa. Ihr einziges Problem bestand darin, die Besuchs - Reisen ihrer "Männer" zu koordinieren.

Soviel zum Thema Prostitution. Ca.90% Kundinnen in meinem Laden, waren aus dem horizontalen Gewerbe. Das Geld wird für Beauty und Handy ausgegeben. Nur sehr wenig vom Hurenlohn bekommt das Kindermädchen und der Rest der Familie.
Denkt auch mal an die Menschen im Hinterland. Dort ist die Ausübung des Gewerbes fast unmöglich. Trotzdem überleben die Menschen.
Ich habe einmal einem Mädchen angeboten in meinem Laden zu arbeiten. 3000 KSH fest pro Monat plus Umsatzprovision.
Sie hat mich ausgelacht mit der Begründung: Das reicht nicht mal für ihr Handy.
Ich ziehe meinen Hut vor den Frauen und Mädchen, die an meine Haustüre klopfen und fragen, ob ich Arbeit hätte. Waschen, putzen, kochen oder einkaufen.
Das sind liebe nette Mädels, denen wirklich Respekt gebührt.
Eines der nützlichsten Tiere ist das Schwein. Von ihm kann man alles verwenden, das Fleisch von vorn bis hinten, die Haut für Leder, die Borsten für Bürsten und den Namen als Schimpfwort. (Kindermund)
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Re: Begegnungen

Beitragvon Diego » So 28. Feb 2010, 10:08

So langsam bekommt dieser Thread für mich hier einen Sinn.
Liegt aber auch daran dass sich das Grundthema grundlegends geändert hat.
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