Vom Leben eines Farmers in West-Kenia

    Vom Leben eines Farmers in West-Kenia

    Kister's Leben ist zu einem guten Teil in dem Buch 'Karibu Nairobi' beschrieben. Inzwischen ist sie längst nach Vihiga zurückgekehrt und versucht sich dort als Farmerin. Auf drei kleinen Feldern hat sie Mais und Bohnen angebaut. Also zuerst alles umgraben, dann Furchen ziehen, dann den Mais aussähen. Kurz darauf Unkraut jäten, damit dem Mais nicht das Licht genommen wird. Etwas später nochmals 'kultivieren' (cultivate nennt sie das Unkraut jäten). Als endlich die Bohnen erntereif werden, wird die gesamte Ernte in der Nacht gestohlen. Damit dies dem Mais nicht auch passiert (er muss noch einige Wochen auf dem Feld 'trocknen', um dauerhaft lagerfähig zu sein) investiert sie einen großen Teil des ihr verbliebenen Geldes und zäunt die Felder ein. Zwei Tage später hat man ihr in einer Nacht den gesamten Maschendraht-Zaun (250 m) gestohlen. Da sind Diebesgruppen am Werk. Das macht nicht mal eben einer alleine.Nach mehreren Gewaltverbrechen in der Region traut sich nachts auch niemand mehr raus. Die Nachbarn haben bereits aufgegeben. Auf eigentlich fruchtbaren Feldern gedeiht kaum etwas, weil das Kultivieren (Unkraut jäten) dort nicht erfolgte. Die Mais-Blätter waren bei vielen gelb statt grün. Der Mais gedeiht dann nicht gut. Kister ist so stolz darauf, dass ihr Mais sehr gut aussieht. Doch nun fürchtet sie, dass ihr nicht viel bleiben wird.Es ist eine sehr unglückliche Situation dort - ohne wirkliche Lösungsansätze.
    Das Buch über mein Leben: Karibu Nairobi

    Begegnungen Kenianerin-Mzungu aus der Sicht einer Kenianerin erlebt und geschildert!