Kenya Ceramic Jiko

    Kenya Ceramic Jiko

    Jiko ist das Kisuaheli-Wort für Herd. Ein Jiko besteht aus einem Metallrahmen mit Keramikbett. So gelangen rund 40% der Hitze wirklich zum Kochtopf. Damit trägt der Jiko dazu bei, dass wesentlich weniger Brennmaterial benötigt wird. Das ist sowohl aus ökonomischer wie auch ökologischer Sicht ein Vorteil. In den 80er Jahren waren es staatliche und UNICEF-Initiativen, die zur Verbreitung des Jikos führten. Heute nutzen laut einer kenianischen Statistik 70% der ländlichen Bevölkerung und 10% der städtischen Bevölkerung einen solchen Jiko. Er kostet 500 KSH (5 €) – eine Investition, die sich zahlreiche Kenianer im ländlichen Bereich nicht leisten können und weiter auf offenem Holzfeuer kochen, auch wenn sie dafür weit mehr Brennholz sammeln müssen.

    In den großen Städten Kenias, also Nairobi und Mombasa, werden Wohnung oft nur mit Küchenmöbeln ohne Geräte vermietet. Wer einen Kühlschrank will, muss sich den dann selbst hinstellen. Das gilt auch für einen Ofen. Die kosten aber gerne schon mal 25.000 KSH (250€) und selbst simple elektrische Kochplatten kosten weit über 100€. Das verlockt dazu, den Jiko in geschlossenen Räumen einzusetzen. Die mit der Emission von Kohlenmonoxid und Rauch verbundenen, lebensbedrohlichen Gefahren sind vielen nicht bewusst. Die sich rasch schwärzenden Wände führen beim Auszug zu Diskussionen mit dem Vermieter. Diese fürchten aber vor allem das Brandrisiko.

    Das Buch über mein Leben: Karibu Nairobi

    Begegnungen Kenianerin-Mzungu aus der Sicht einer Kenianerin erlebt und geschildert!
    Dachte immer, die Dinger werden einfach "charcoal" genannt. Lohnen sich wohl aber nur für Gerichte, die länger köcheln müssen. Natürlich nur im Freien zu verwenden... In "geschlossenen" Räumen empfiehlt sich bei kurzen Garzeiten eine Elektro-Kochplatte (ab Ksh 3.000, plus teurer Strom von "Kenya weakness and powercut") oder wie üblich ein gascooker für ab Ksh 3.000 plus Gasflasche (mittlere Grösse hält durchschnittlich ca. 3 Monate) für Ksh 3.500.

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