Nairobi Matatu

    Nairobi Matatu

    Wer in Nairobi mit dem Matatus / Bussen fährt muss ein wenig vorsichtig sein. Z.B. bei der Linie 111 Karen Ngong - Stadtzentrum
    Es kommen da öfters Diebe mit großen Kalendern und Gepäckstücken. Sie versuchen die Leute abzulenken uns dann Sachen aus der Handtasche zu stehlen.
    Letztens kamen drei junge Männer rein und erzählten irgendeine Story. Der eine hielt mir ein großes Gepäckstück vors Gesicht, was ich absolut merkwürdig fand, da Kenyaer absolut höflich und rücksichtsvoll sind. Deswegen schob ich es zu Seite und sah wie er versuchte in meiner Handtasche herumzufingern. Ich habe noch die anderen auf deutsch gewarnt. Es fehlte aber nichts im nachhinein. Aber auch die Kenyaner im Bus waren in heller Aufregung.
    Und auch nicht die grünen Forward traveller matatus nehmen. Da wird geklaut wie nichts gutes. Keine Ahnung wie die das machen, man merkt gar nicht das was fehlt.
    Strecke von Kayole über Donholm in die Innenstadt. Wer aus dieser Richtung kommt oder da hin muss nehme bitte die lila double M oder die weiss blauen mwamba busse.
    So is it
    Die Kleinbusse, Matatu genannt, sind ein wahres Raumwunder. Wie man so viele Sitzreihen in ein so kleines Auto bekommt ist immer wieder erstaunlich.

    Viele gedruckte Reiseführer raten Touristen grundsätzlich davon ab, Matatus zu benutzen. Für mich sehe ich das anders. Ich habe sie in Nairobi immer wieder genutzt. Preise von 30 KSH innerstädtisch oder 60 KSH (0,55€) zum Flughafen unterscheiden sich wohltuend von beispielsweise Frankfurter Preisen (4,75€ mit der S-Bahn von der City zum Flughafen). Dabei brauchen die Busse lange, aber kaum länger als ein Taxi. Matatus und Taxis stehen im selben Stau – und Staus gibt es in Nairobi fast immer.

    Matatus haben feste Routen, aber keine festen Fahrpläne. Man setzt sich in ein Matatu. Das wartet dann solange bis es voll ist. Dann geht es im Sardinenbüchsen-Feeling ab. Spontane Spurwechsel, um einen vermeintlichen Vorteil im Stau zu erhaschen sind dabei lückenlos aneinander gereiht. Dabei muss der Platz in der anderen Fahrspur oftmals erst erzwungen werden.

    Die Warnung der Deutschen Botschaft vor einem erhöhten Risiko von Bombenattentaten in Matatus kann ich nicht beurteilen. Davon habe ich selbst nichts konkret gehört. Aber es gibt natürlich andere Risiken.

    Einmal habe ich in einem Matatu gesessen als es einen Blechschaden gab. Der Schuldige schien eindeutig zu sein. Er zahlte an den anderen einige Schillingnoten zum Ausgleich des Schadens und es ging weiter. Ein andermal wurde unserem Bus der Außenspiegel abgefahren. Der Verursacher fuhr einfach weiter. Und einmal ist unser Bus auf halber Strecke liegen geblieben. Ich bin dann den Rest bis Imara Daima 90 Minuten lang zu Fuß gelaufen – mir geltende Mzungu-Rufe eingeschlossen. Ein alleine zu Fuß laufender Europäer ist selbst in den Vororten Nairobis ungewöhnlich – und je nach Gegend möglicherweise auch nicht ohne Risiko. Man sieht, das Wort Matatu ist nicht nur phonetisch dicht bei Matata (Kisuaheli für Problem).

    Es gibt aber auch noch andere Risiken. An einem offenen Fenster sollte man sein Smartphone lieber sicher in der Tasche lassen. Sonst könnte rasch ein Arm durch das Fenster kommen und das teure Smartphone entreißen.

    Einmal setzte sich in dem auf weitere Füllung wartenden Matatu eine Dame neben mich obwohl viele andere Plätze frei waren. Ich verstaute sofort mein Iphone in meinem Brustbeutel. Sie wechselte nach einigen Minuten auf einen anderen Platz. Plötzlich stürmte sie aus dem wartenden Matatu und rannte weg. Dann stellte ein anderer Fahrgast fest, dass ihm sein Geld gestohlen wurde. Man sollte also durchaus vorsichtig sein.

    Mein Gefühl ist trotz alledem: Man erlebt Kenia intensiver, wenn man Matatu fährt.

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    Begegnungen Kenianerin-Mzungu aus der Sicht einer Kenianerin erlebt und geschildert!
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    Aufgewachsen im ländlichen Vihiga, zum Studium nach Nairobi gekommen und dann nach Diani Beach verschlagen. Die dabei gemachten Erfahrungen mit Mzungus sowie viele Details über Kenia liebevoll und detailgenau erzählt in einem einzigen Buch. Ich würde mich über Deine Meinung zum Buch sehr freuen.

    Der YouTube-Kanal mit vielen Infos über Kenia: youtube.com/channel/UC6onRqel3jQscHT0QWxxPcg
    Hallo,

    Ich empfehle dringend in Nairobi nur noch per Taxi, Uber, Taxifi oder sonst wie zu fahren.
    Matatus kann ich absolut nicht mehr empfehlen, die Matatu Crew macht mit den Dieben
    50/50 und das ist nicht schön. Und vor allem wenn weiße Fahrgäste mitfahren, können die
    sich auch denken, dass dort wahrscheinlich mehr Geld zu holen ist.
    Taxifi ist die günstigste Variante, die ich kenne. Innerhalb Nairobi, wenn der Verkehr
    einigermaßen läuft zahlt man teilweise keine 1000 KSH für Strecken die bei uns locker
    40€ kosten würden.
    Wer trotzdem mit dem Matatu fahren möchte, nicht viel Bargeld bei sich tragen und
    möglichst keine Handys, Kreditkarten etc.
    So is it