Rassismus in Afrika?

    Rassismus in Afrika?

    Hi,

    ich habe das Thema mal abgetrennt bzw. hier her kopiert.
    Quelle von hier:
    mzungu.info/arbeit-und-selbsts…oder-chance-t177-s50.html


    mzungu



    "mariodiego49" schrieb:

    Die Zeit für die Weissen ist in Afrika definitiv abgelaufen - nicht nur in Kenia.

    Eigentlich zum Heulen. Da haben soviele Menschen afrikanischer Herkunft jedes Opfer auf sich genommen, um den Rassismus zu bekämpfen, in diesem Fall die Diskriminierung wegen der Hautfarbe, so daß inzwischen die meisten Weißen kapiert haben, daß Rassismus "stupid" und nicht mit den lang erkämpften Idealen von Humanismus und Demokratie zu vereinbaren ist. Jeder Rassismus ist "stupid" auch der "umgekehrte Rassismus". Damit erweist man den Brothers & Sisters, die Martin Luther King gefolgt sind eine Bärendienst. Zudem können sich Afrikaner mit dieser Haltung nur ins eigene Fleisch schneiden. Ich kann nicht beurteilen, von wem diese Einstellung ausgeht, wobei ich denke, daß es mehr von der Regierung ausgeht, als von der Bevölkerung, also von denen, die das Geld und das Sagen haben. Als "frischverliebter" in diesen Kontinent, bin ich auf die infos derer angewiesen, die sich schon länger mit demThema Afrika befasst haben.

    Nichts desto trotz werde ich mich immer, und zwar gegen jede Form des Rassismus äußern, weil Dummheit nicht in meinen Kopf rein will.



    "Nibusu" schrieb:

    "mariodiego49" schrieb:



    Eigentlich zum Heulen. Da haben soviele Menschen afrikanischer Herkunft jedes Opfer auf sich genommen, um den Rassismus zu bekämpfen, in diesem Fall die Diskriminierung wegen der Hautfarbe,
    ------------------------------------------------
    Nichts desto trotz werde ich mich immer, und zwar gegen jede Form des Rassismus äußern, weil Dummheit nicht in meinen Kopf rein will.


    Erstens: Wie kommst du darauf, dass "soviele Menschen afrikanischer Herkunft jedes Opfer auf sich genommen (haben), um den Rassismus zu bekämpfen"? Das ist für mich eine völlig neue Geschichtsschreibung! Der einzige Afrikaner, den ich auf die Schnelle als "non-racist" bezeichnen könnte, ist Nelson Mandela. Ich kenne keinen anderen Kontinent, in dem Rassismus so alltäglich und weit verbreitet ist, wie Afrika. Jeder, der längere Zeit in Afrika gelebt hat, kann bestätigen, dass die Schwarzen die extremsten Rassisten sind. Das vielleicht grösste Problem in Kenia ist (neben der Korruption) der Tribalismus. So lange dieses Stammesdenken besteht, wird Kenia nicht zur Ruhe kommen. Das trifft auch für andere Länder zu, etwa für Simbabwe, wo es nur zwei grosse "Stämme" (Ethnien) gibt: die Shonas und die Matabele. Afrikas Rassismus beschränkt sich nicht auf Tribes, sondern geht viel weiter - bis hinunter in den Familienverband. Neid und Schadenfreude ist eine der hervorstechendsten Eigenschaften nicht nur in Kenia; NGOs, also private Hilfswerke, können ein Lied davon singen.

    Aber lassen wir das und kommen zu zweitens: du, mariodiego49, willst dich "gegen jede Form von Rassismus äussern". Da kann ich nur sagen, da hast du einen fulltime job und das für den Rest deines Lebens... Da Dummheit offenbar in deinem Kopf keinen Platz hat (sehr lobenswert), sollte dir doch klar sein, dass weder du noch sonst jemand die Dummheit (und damit auch Rassismus) ausmerzen kannst/kann. Wie sagte Schiller in seiner "Jungfrau von Orleans": gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.

    In einem anderen Tread hat ein Forist die Behauptung aufgestellt, die Weissen würden ihre schwarzen Angestellten ausnützen. Das mag in Einzelfällen zutreffen (schwarze Schafe gibt es bekanntermassen auf jeder Weide), aber ich weiss aus eigener Erfahrung, dass schwarze Haushalthilfen, Chauffeure, Gärtner und Nachtwächter am liebsten für weisse Arbeitgeber arbeiten. Sie bezahlen besser als indische und kenianische (schwarze), gehen "menschlicher" mit ihnen um und die Angestellten erhalten immer wieder, neben ihrem Lohn, Naturalien wie Kleider und Lebensmittel, die Weissen bezahlen ihnen Arztbesuche und Medikamente - mal abgesehen davon, dass die Weissen durchweg bessere Löhne bezahlen, als Inder und Schwarze. Als der neue Präsident als eine der ersten Amtshandlungen den Mindestlohn von 4500 ksh auf 9000 ksh (ca. 80 EU) hinaufsetzte, verloren zahllose Hausangestellte bei Indern und schwarzen Kenianern ihren Job, während die weissen Arbeitgeber die neuen Löhne klaglos akzeptierten (nicht zuletzt, weil sie ihren Angestellten bereits 7 000 bis 10 000 ksh bezahlt hatten).

    Zur um sich greifenden "Weissenfeindlichkeit": noch immer wird den Weissen vorgeworfen, sie seien, bedingt durch die Kolonialzeit, an den Problemen, der Armut, in Afrika schuld. Die meisten afrikanischen Länder, die einst Kolonien der Engländer, Franzosen, Belgier, Italiener, Portugiesen und Deutschen waren, sind seit 50 und mehr Jahren unabhängig. Kaum ein Land hat es, trotz Milliarden Entwicklungshilfe, fertig gebracht, Armut, Krankheiten, Korruption und Vetternwirtschaft zu bekämpfen oder gar zu beseitigen. Für Millionen ist es angenehmer und ertragreicher, die hohle Hand zu machen, anstatt selbst zu arbeiten. Und die vielgeschmähten Weissen wissen nichts Gescheiteres zu tun, als Geld in ein Fass ohne Boden zu schmeissen, Hauptsache, man beschwichtigt sein schlechtes Gewissen und befriedigt sein Helfersyndrom.
    Die Schwarzen wären ja blööööd, wenn sie nicht jammern und uns beschimpfen würden!

    N.




    "mariodiego49" schrieb:

    Nibusu

    Oh Gott, da hab ich was angerichtet! Haha...sorry, so war mein Beitrag nicht gemeint. Er ist thematisch auch an falscher Stelle, weil das Thema „Geschäftsgründung in Kenya“ heißt und nicht „Grundsatzdiskussion zum Thema Rassismus“.

    Ich wollte auch keine Endlosdiscussion über Rassismus entfachen. Um die Sache kurz zu machen:
    Mein Beitrag ist sehr allgemein und oberflächlich, Deiner Nibusu ist differenziert und beruht wohl auf augenscheinlich langjähriger Erfahrung in und mit Afrika. Ich stelle nichts von dem in Frage.

    Vielleicht könnte man ein neues Thema eröffnen, wo es mehr um diese Thematik geht. Aber ich werde es jetzt nicht tun, weil ich mit anderm beschäftigt bin. Ich denke, daß dann deutlich würde, daß unsere Auffassungen nicht so weit auseinander sind, wie es vielleicht scheinen mag. Ich wollte eigentlich nur zum Ausdruck bringen, daß ich es traurig finde, daß es in Afrika wohl auch einen „umgekehrten Rassismus“ gib, der sich gegen Weiße richtet. Damit will ich es belassen. Alles andere würde zu weit führen. Und zu Geschäftsgründungen kann ich mich nicht äußern, weil ich von Geschäften keine Ahnung habe.

    Rassismus in Afrika!

    Gute Entscheidung, Mzungu!
    Wobei mich lediglich das Fragezeichen im Betreff stört...
    Es liegt auf der Hand, dass Rassismus und Chauvinismus zu den Untugenden ALLER Menschen gehören - nicht nur jener in Kenia oder in Afrika. In Kenia (und nicht nur dort) gibt es nicht nur Rassismus in "umgekehrter Richtung", also schwarz gegen weiss, sondern auch und besonders schwarz gegen schwarz. Die blutigen Unruhen nach den Wahlen 2007 haben sich ja nicht gegen Weisse gerichtet, sondern gegen Landsleute (allerdings anderer Tribes). Hinzu kommen, an der Küste, auch noch religiöse Kämpfe zwischen Moslem und Christen. Jeder glaubt, die Wahrheit gepachtet zu haben. Und sobald es dem Nachbarn materiell besser geht als einem selbst, kommt Neid, ja Eifersucht auf und man rennt, zum Beispiel, zum witch doctor und fleht ihn an, dem missliebigen Nachbar die "Pest an den Hals" zu schicken.

    Leider kommt der "Normaltourist" in den wenigsten Fällen mit Rassismus in Kontakt und bekommt nur die schönen Seiten des Landes zu sehen. Er wird am Flughafen abgeholt, in ein ****- oder *****-Hotel gekarrt und früh am nächsten Morgen per Bus in die Mara, in den Amboseli oder den Samburu gefahren, wo er wieder eine luxuriöse Unterkunft bezieht. Es ist ihm nicht bewusst, dass der freundliche Boy in drei Monaten weniger verdient, als er pro Tag für Unterkunft und Verpflegung ausgibt.
    Hemingway hat mal gesagt "ein Land lernt man erst kennen, wenn man mit seinen Frauen schläft und dort arbeitet".
    Das mit der Arbeit ist allerdings nicht so einfach...
    Trotzdem: wer länger in Kenia lebt, wird, wie ein geflügeltes Wort sagt, innerhalb von höchstens sechs Wochen vom Touristen zum Rassisten! Dann erlebt der Weisse am eigenen Leib, wie Rassismus abläuft. Allein die Tatsache, dass der Tourist vier bis fünfmal höhere Eintrittspreise in die Parks bezahlen muss als der (ebenfalls weisse) Resident und 20 Mal mehr als der Citizen ist Rassismus pur.
    Oder, für einmal zugunsten des Residenten, die Sache mit dem Mieten von Wohnungen und/oder Häusern: So gut wie jeder Vermieter zieht weisse Mieter den schwarzen vor. Begründung: "Mit Weissen habe ich nie Probleme mit dem Bezahlen der Miete - und sie ruinieren mir das Haus nicht wie viele meiner Landsleute".

    Schaut man in der Zeitung oder im Internet Kontaktdaten an, heisst es oft "Caucasian prefered", also Europäer/Weisse bevorzugt. Ich habe mich, in meiner Arbeit als Journalist, mit sehr vielen jungen Frauen unterhalten und JEDE hat gesagt "never a Kenyan again". Scheint mir auch reichlich rassistisch gefärbt... :mrgreen: . (Über die Gründe will ich mich gar nicht äussern).

    Noch ein Beispiel gefällig: Leg dich einmal mit einem dieser idiotischen Matatu-Fahrer an, nachdem er dich in den Strassengraben abgedrängt oder so halsbrecherisch überholt hat, dass du nur mit einem Gewaltstopp einen Zusammenstoss vermeiden konntest. Kommts mal zu einem Unfall, darfst du dreimal raten, wer der "Schuldige" ist! Grundsätzlich und 100%ig.
    Meinem Freund G. fuhr mitten in einem Kreisel, aus einer Nebenstrasse kommend, einer dieser Matatufahrer in die Seite. Weil sich G. nicht schuldig bekannte, kams zum Prozess und der Richter verurteilte ihn wegen "reckless driving", rücksichtslosem Fahren.
    Das reicht fürs Erste :twisted:
    N.

    Re: Rassismus in Afrika?

    Was hab ich mir bloß dabei gedacht ein so heikles Thema und auf diese Weise anzuschneiden?

    Es geht ja schon mal los, wie man Rassismus für sich definiert. Das Wort Rassismus ist schnell gesagt, es definieren ist schon fast nicht machbar.

    Schließlich betrifft es nicht nur das Verhältnis von Schwarz und Weiß, es geht ja auch um Juden, Muslims (Muselmänner, wie man mal gesagt hat), Indianer und, und, und...

    Am besten ich bleibe bei meinem Bericht. Es ist (etwas künstlerisch verpackt) der Bericht von mir als Fremden in einem fremden Land mit Menschen, die für mich Fremde waren. Es ist der Bericht eines Deutschen der in Afrika eine afrikanische Frau besucht. Ich bleibe damit bescheiden in dem Bereich, den ich verantworten kann und der meine Kompetenz nicht überschreitet.

    Außerdem erspare ich mir mit der Beschränkung auf das, wie ich es erlebt habe, dafür Partei zu ergreifen zu müssen, wer hier die „die Guten“ oder „die Bösen“ sind oder darüber zu sinnieren, wer an wem oder was schuld ist. Es ist, wie es ist...es ist ok so! Kein Afrikaner hat mich gerufen, ich bin nach Afrika gereist, weil ich es wollte. Kein teures Hotel, kein "geschöntes" Afrika, keine Reisegesellschaft...einfach hin auf meine Verantwortung!

    Wahrscheinlich werde ich dem Thema Rassismus und meine Einstellung zu diesem Thema auf diese Weise besser gerecht, als etwa mit einer abstrakten Vorlesung über die Bürgerrechtsbewegung in den USA. Das Besserwissen überlasse ich denen, die (welche Ironie!) nur "schwarz" markiert sind.

    Vielen Dank riverroad. Auch ich finde diese Forum eine ausgesprochen wichtige Plattform. Auch für "Greenhorns" wie mich!

    P.S. Böse bin ich keinem in Afrika, auch nicht meiner Perle. Wers versucht hat, hats versucht...ok, das ist wohl so in Afrika!
    Wie gesagt, ich spreche nur für mich.

    Re: Rassismus in Afrika?

    Nicht gescheit nur gegoogelt :)

    Heute unschreibt man Rassismus mit den Worten Fremdenfeindlichkeit , aber soviele Umschreibungen man auch dafür findet es ändert nichts am Sinn des Wortes Rassismus .

    Deutschland : Ermordet wegen schwarzer Haare ( Hitler lässt grüßen ) und dunkler Haut und weil das Autokennzeichen einen nichtdeutschen Namen aufwies .

    Österreich : Übergriffe und Diskriminierungen gegen dunkelhäutige Menschen und gegen Kopftuchträgerinnen .

    Schweiz : Oprah Winfrey wurde in einer Edelboutiqe der Kauf einer Handtasche verwegert und ihr geraten eine andere billigere zu nehmen , denn diese könnte sie sich nicht leisten .

    Italien : Italiener erschisst zwei senegalesische Strassenhändler in Florenz .

    Frankreich : Bürgermeister hetzt gegen Roma . " Hitler hat vielleicht doch nicht genug von denen umgebracht " , seine Aussage .

    Indien : Das Kastensystem ist eine der ältesten Form einer rssistischen Struktur .

    Spanien : Juden und Muslime wurden verfolgt .

    Australien : Regierung gegen die Aborigines .

    Südafrika : Das Apartheidregime .

    Amerika : Rassismus gegen Obama . Diskreminierung gegen Afroamerikaner passiert dort jeden Tag . 1865 lynchten , verbrannten Ku-Klux-Klan Anhänger Afrikaner .


    Anthropologen massten sich das Recht an über die Eigenschaften der Menschengruppen die sie definierten , zu Gericht zu sitzen . Geistige und moralische Werte vornahmen um eine Hierarchie von Rassen aufzustellen .

    Ausmerzen wird sich Rassismus nie lassen . Sieht man ja bei Hitler wozu es geführt hat . Man kann nicht eine "reine Rasse" kreieren wie ein Modellkleid .

    Voltaire : " Man kann sagen , dass ihre Intelligenz nicht einfach anders geartet ist als unsrige , sie ist ihr weit unterlegen ". Mit solchen Aussagen fördert man Rassismus .
    Intelligente Afrikaner gab es schon immer genauso wie praktisch veranlagte . Hätte man sie nicht unterdrückt und ihnen Wissen vorenthalten und sie nicht nur als Arbeitstiere benutzt , wer weiss wie es sich geschichtlich heute darstellen würde .
    Immer locker vom Hocker .

    Re: Rassismus in Afrika?

    Es gab und gibt Rassismus heute noch genauso wie z.b. vor 50 jahren . Dass sich heute Afrikaner als arme von Europa ausgebeutete darstellen liegt eher an der Mitleidsmasche Hilfsorganisationen und andere Geber anzulocken .

    Kenia : Seit der Unabhängigkeit hat sich nichts verändert , sie sind heute noch genau so unterdrückt wie zuvor . Aber jetzt sind es die , die das Land regieren und ihre Schuldzuweisungen gehören an diese Adresse . Ohne Korruption geht hier gar nichts mehr . Kenia hat sich nie vorwärtsbewegt sondern hatte immer wieder den Rückwärtsgang eingelegt auch Vertuschung und Täuschung konnte daran nichts ändern . Die Schuld liegt nicht nur an der Bereicherung einiger , sondern auch an Fehlbesetzungen diverser Posten wie , Gesundheit , Bildung und Wirtschaft . Durch reine Vetternwirtschafterei kann es auch nicht funktionieren eine stabile Ordnung im Land zu etablieren .

    Seit sich die Franzosen von Kenya Power zurückgezogen haben funktioniert gar nichts mehr .
    Bei den neuen Fähren wurden die Leute die einen Kurs in Deutschland machten nach kurzer Zeit ausgetauscht ( mein Brúder braucht auch Arbeit ) und mit der Neubesetzung kamen die ersten Probleme .
    Mumias wollte im Tana-Delta eine Zuckerfabrik bauen . Nachdem Umweltschützer darauf hinwiesen , dass die Abwässer in den Tana geleitet werden und diese dann vom Indischen Ozean aus an den Stränden verteilt werden , dürfte man den Bau nicht genehmigt haben , denn bis heute ist keine Rede mehr davon . Zum Glück für den Tourismus , denn wer will schon in einer giftigen brühe schwimmen .

    Doch was soll hier schon funktionieren , wenn Parlamentsmitglieder nur auf ihre eigene Tasche schauen und wie schnell sie sie füllen können . Mittlerweile hat man begriffen , dass man dieses aufgeblähte Parlament nicht bezahlen kann .
    Der Präsident mal dahin mal dorthin fliegt um auf seiner Betteltour Unterstützung zu bekommen sich nicht in Den Haag verantworten zu müssen .
    Für die Eisenbahnstrecke hatte man einen bestimmten Kostensatz festgesetzt , dann kam einer und hat die Kosten hinaufgeschraubt . Jetzt möchte Uhuru nach Mombasa kommen wegen diesem Problem. Nur Mombasa will ihn nicht hier , sein Beliebtheitsgrad hat sich nicht erhöht auch wenn er großzügigerweise Grundstücke verteilt hat .
    Immer locker vom Hocker .

    Re: Rassismus in Afrika?

    Nibusu hat ganz recht , wenn er sagt Einheimische arbeiten lieber für Weisse .

    Sie sind zuverlässlicher bei der Bezahlung und haben bessere Arbeitsbedingungen . Hier arbeiten Leute ohne Probleme , teilweise 20 oder mehr Jahre für ein und denselben Arbeitgeber . Nicht weil sie in Ketten gehalten werden und auch nicht weil sie Kündigungsdrohungen hinnehmen müssen .
    Bei indischen und Einheimischen Arbeitgebern hört man nur , sie sind geizig , die Arbeit ist schwer , die wenigsten haben einen geregelten Arbeitsablauf und Überstunden werden nicht honoriert . Sie sind bessere Sklaven .

    African Safari Club im Prinzip dasselbe . Die Angestellten bekamen Essen , bis ein Inder auftauchte der sagte , " Weshalb gibst du ihnen Essen sie sind stark genug " , Essen wurde danach natürlich eingestellt .

    Die verschiedenen Stämme schlagen sich zeitweise die Köpfe ein . Oder man klagt Menschen der Hexerei an und verbrennt sie , um an deren Land zu kommen . Ist ja so einfach Papüa ist ein Hexer , wird verbrannt , man spart sich das Begräbnis um bekommt als Draufgabe noch das Land das unter den Erben aufgeteilt wird . So viel zum vielgepriesenen Familienzusammenhalt der Touristen . Wenn man jetzt denkt , ach das passierte doch alles in grauer Vorzeit so ist das ein Trugschluss , es passiert heute noch .

    Sie sind wie Kinder die man füttern muss , damit sie nicht verhungern . Nun verhungern werden sie nicht . Es gibt noch genug reichlich Dumme und Hilsorganisationen die das verhindern .
    Bitte ich brauche , bitte ich will und was bekommt man dafür , einen Tritt in den Allerwertesten . Und das bezieht sich nicht nur auf die Unterschicht , nein , die ganz oben können es auch ganz gut .

    Erst tritt man England in die Kehrseite um gleich darauf zu bitten den Kat-Export doch nicht einzustellen .
    Amerika tritt man in denselben und jetzt weint man weil Amerika in Tansania in eine stabile Stromversorgung investiert .
    Europa tritt auch um sich zu wundern warum die Spenden nur noch tröpfeln .
    Immer locker vom Hocker .

    Re: Rassismus in Afrika?

    Solange sich das alles nicht ändert und auch die Menschen keine andere Denkweise anzunehmen bereit sind , wird es immer Tötungen , Kleinkriege , Neid und Eifersucht geben . Und ich sehe nicht was sich in den nächsten Jahren wenn überhaupt ändern sollte . Möglicherweise kann man kleine Fortschritte machen , wenn das Stammesdenken wegfällt . Aber das ist eine Illusion . Wenn man fragt was bist du bekommt man nicht zur Antwort , ich bin ein Kenianer , nein es wird der jeweiliger Stamm genannt .
    Stupid um nicht nur , wenn überhaupt , an den nächsten Tag zu denken . Um eine Zukunft nachzudenken kommt schon gar nicht in Frage . Damit dies zu Entschuldigen mit Sätzen wie "ich muss überleben" und den Verdienst gleich in Alkohol umsetzt , na ja der konserviert ja bekanntlich , oder " woher soll ich wissen was Morgen ist , also wozu etwas auf die Seite legen " ist auch nicht angebracht .
    Vielleicht hätte man sie nicht so früh in die Unabhängigkeit entlassen sollen , sondern dafür zu sorgen , dass man ihnen Selbstständigkeit beibringt , Respekt vor den Werten anderer und Pflege von Gebrauchsgegenständen .
    Man kann sich noch so viele Gedanken über Unterdrückung von Einheimischen oder Rassismus gegen Weisse machen , es ist wertlos überhaupt nur einen Gedanken daran zu verschwenden .
    Die Fronten einiger Stämme ist dermassen verhärtet , dass es unter der Oberfläche brodelt und Ausbrüche sehr wahrscheinlich sind . Hier lebt man auf einem Pulverfass und weiss nie , wann oder von wem die Lunte angezündet wird .

    Wir können hier nur friedlich leben , wenn wir uns nicht abkapseln , unseren Umgang genau anschauen und immer wieder hinterfragen . Für resistente die Warnungen nicht verstehen wollen kann man ohnehin nichts tun , und auch die rosarote Fraktion ist gegen Warnungen immun . In den Dreck muss jeder selbst fallen , ( wer nicht hören will muss fühlen ) und braucht sich hinterher nicht zu beschweren , dass er schnutzig wurde das ist bei Dreck nun mal so .

    LG chui
    Immer locker vom Hocker .

    Re: Rassismus in Afrika?

    Chui, vielen, vielen Dank für diesen Satz!


    „Intelligente Afrikaner gab es schon immer genauso wie praktisch veranlagte . Hätte man sie nicht unterdrückt
    und ihnen Wissen vorenthalten und sie nicht nur als Arbeitstiere benutzt , wer weiss wie es sich geschichtlich
    heute darstellen würde .“


    Aus Wikipedia, damit wir einen kleinen Anhaltspunkt dafür haben, wovon wir eigentlich reden

    "Rassismus ist eine Ideologie die „Rasse“ in der biologistischen Bedeutung als grundsätzlichen bestimmenden Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften deutet. Der Begriff Rassismus entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der kritischen Auseinandersetzung mit auf Rassentheorien basierenden politischen Konzepten. In anthropologischen Theorien über den Zusammenhang von Kultur und rassischer Beschaffenheit wurde der Begriff der Rasse mit dem ethnisch-soziologischen Begriff „Volk“ vermengt, z.B. von der „Völkischen Bewegung“ in Deutschland und Österreich.
    Rassismus zielt dabei nicht auf subjektiv wahrgenommene Eigenschaften einer Gruppe, sondern stellt deren Gleichrangigkeit und im Extremfall deren Existenzberechtigung in Frage. Rassische Diskriminierung versucht typischerweise, auf (projizierte) phänotypische und davon abgeleitete persönliche Unterschiede zu verweisen.
    Unabhängig von seiner Herkunft kann Rassismus jeden Menschen betreffen. Die Konvention der Vereinten Nationen unterscheidet nicht zwischen rassischer und ethnischer Diskriminierung.[1] Ein erweiterter Rassismusbegriff kann auch eine Vielzahl anderer Kategorien mit einbeziehen. Menschen mit rassistischen Vorurteilen diskriminieren andere aufgrund solcher Zugehörigkeit, institutioneller Rassismus verweigert bestimmten Gruppen Vorteile und Leistungen oder privilegiert andere. Rassistische Theorien und Argumentationsmuster dienen der Rechtfertigung von Herrschaftsverhältnissen und der Mobilisierung von Menschen für politische Ziele.[2] Die Folgen von Rassismus reichen von Vorurteilen und Diskriminierung über Rassentrennung, Sklaverei und Pogrome bis zu sogenannten „Ethnischen Säuberungen“ und Völkermord."

    Die Kritik an Verhaltensstrukturen und Moralvorstellzungen der Afrikaner wird hier im Eifer des Gefechtes manchmal kaum vom Begriff des Rassismus getrennt oder unterschieden. Es ist ein Unterschied ob ich Mißstände anprangere oder ob ich meine, diese seien auf die genetisch-biologische Grundstruktur etwa von Leuten mit schwarzer Hautfarbe zurückführen und seien dort unwiederruflich verankert.

    „Quien escupe al cielo a la cara le vá!“

    Ich hoffe sehr, daß man von mir nicht erwartet, erst Rassist werden zu müssen, um hier posten zu dürfen.

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    Re: Rassismus in Afrika?

    Vergewaltigungsopfer in Tansania muss als Strafe die Polizeiwache putzen

    Ein Vergewaltigungsfall aus Tansania zeigt, wie viel Leid Frauen in Ostafrika bis heute noch ertragen müssen. Ein 13-jähriges Mädchen wurde von einem Taxifahrer dreimal vergewaltigt und ging daraufhin zu der ansässigen Polizeistation, um das Verbrechen zu melden.

    Wäre das nicht schon schlimm genug gewesen, wird das Mädchen auch noch von den Polizisten schikaniert. Sie wurde in eine Zelle gesperrt, um sie dazu zu bringen, die Anschuldigungen fallen zu lassen. Man brachte sie als Druckmittel sogar in einen Raum mit ihrem Peiniger und erpresste sie.

    Letztendlich gab das Mädchen nach und unterschrieb einen Bericht, der besagte, dass sie ihren Peiniger noch nie vorher gesehen hatte. Die Polizei ließ sie schließlich gehen, nachdem sie noch die Polizeiwache putzen musste.


    Vor zwei Wochen in Kenia haben 5 (!) Männer ein 15 jähriges Mädchen mehrfach vergewaltigt und anschließend in einen Toilettengulli geworfen.

    Man hat die Männer gefasst. Als Strafe mussten sie den Rasen der Polizeistation mähen. Danach konnten sie nach Hause gehen .....

    Wenn ich jetzt sage:

    "Diese Dreckschweine, dass passiert dort immer und immer wieder ... und gehört dort schon zur gängigen Tagesordnung"

    bin ich dann ein Rassist oder
    -stelle ich deren Gleichrangigkeit und im Extremfall deren Existenzberechtigung in Frage
    oder
    - verweise ich auf (projizierte) phänotypische und davon abgeleitete persönliche Unterschiede
    oder
    oder
    oder
    kann ich nicht einfach meine Abscheu darüber ausdrücken ohne mir vorher darüber Gedanken machen zu müssen wie man das eventuell mit irgend einem Pharagrafenkeu klassifizieren könnte?
    Familie hat man, Freunde kann man sich aussuchen - aber Feindschaften muss man sich richtig hart erarbeiten !

    Re: Rassismus in Afrika?

    Nein in solchen Fällen ist man mit Sicherheit kein Rassist . Wenn man sich in Europa über solche Fälle empört ist man ja auch kein Rassist , nur dort gibt es eine funktionierende Justiz . Und auch dort gibt es genügend Perverse .

    Im Fall der 15-jährigen die nun im Rollstuhl sitzen darf weil es solche perverse Tiere gibt , Denn Tätern als Strafe den Rasen mähen zu lassen , finde ich es gelinde gesagt als Frechheit . Da gab es eine Demonstration aber hören tut man nichts mehr . Die Teitungen haben darüber berichtet , aber von wie Fällen wird nicht berichtet .
    Ich hab ja schon geschrieben , hier funktioniert nichts .

    Ein Rassist ist man ja schon , wenn man das Wort Schwarz oder Neger benutzt . Das ist doch lachhaft es ist eine Bezeichnung nichts weiter . Wir regen uns ja auch nicht auf , wenn man uns als Weissbrot oder ATM bezeichnet , es sind nichts als Worte .
    LG chui
    Immer locker vom Hocker .

    Re: Rassismus in Afrika?

    Liebe Leute hier, lieber Nibusu,

    Ich muß zugeben, daß ich mich vom Text von Nibusu zu meiner etwas eilfertigen Äußerung zum Thema Rassismus angegriffen gefühlt habe und ich war in ausgesprochen richtiger Austeil-Laune!

    Abgeshen, daß mir der Text (obwohl ich nicht multiculti-Typ bin) übertrieben und von oben herab geschrieben erschien, ich dachte ebenfalls, daß es sich hier um eine gegenseitige interne Selbstbestätigung und geistige Onanie des mzungu.info.Schreibgeschwaders handelt.

    Ich dachte ebenfalls: Hier ist alles auf deutsch, da kann sich kein Afrikaner dagegen wehren. Wo bleibt die vielgepriesene Offenheit des Forums?

    Ich habe mir deshalb erlaubt, den Text so gut ich konnte wahrheitsgemäß ins Englische zu übersetzen und einer sehr lieben, humorvollen und intelligenten (schwarzen) Frau aus Nairobi zukommen zu lassen.
    Ich dachte sie würde beleidigt reagieren und ich könnte ihre Reaktion dem Nibusu so richtig hinpfeffern.

    Zu meinem Erstaunen war ihre Reaktion gar nicht in meinem Sinne: „Sorry Mario, he is telling the truth!“

    Schade...wird nichts mit Austeilen!!!

    Ich war mal Lehrer und diese Gattung weiß in der Regel alles besser und sie sind selten erfreut, wenn jemand anderes Recht behält. Nach diesem „knock out“ werde ich wohl wieder hart trainieren oder mir jemand anderes zum Austeilen aussuchen müssen.

    Nibusu, so weh das tut, die Frau hat Dir in allen Punkten recht gegeben!

    Haha...man lernt nie aus! :mrgreen: :D

    Re: Rassismus in Afrika?

    "mariodiego49" schrieb:

    Liebe Leute hier, lieber Nibusu,
    Zu meinem Erstaunen war ihre Reaktion gar nicht in meinem Sinne: „Sorry Mario, he is telling the truth!“
    Schade...wird nichts mit Austeilen!!!
    Nibusu, so weh das tut, die Frau hat Dir in allen Punkten recht gegeben!


    An der Reaktion deiner kenianischen Bekannten sieht man, dass nicht alle Schwarzen dumm sind....
    (das ist kein Rassismus sondern Ironie...).
    N.

    Re: Rassismus in Afrika?

    Man lernt nie aus ... ist auch gut so.
    Und alle über einen Kamm scheren ... diesen Fehler sollte man nie machen.
    Africa und Africaner sind immer für eine Überraschung gut. Nicht nur im negativen Sinne.

    Kleines Beispiel:
    Ich saß mal im African Pot in Ukunda mit einigen Leuten zusammen, schwarz und weiß.
    Ich wollte einen neuen Flachbildfernseher kaufen und wartete auf die Eröffnung vom Nakumat in Ukunda.
    Da kam direkt die Frage auf was ich mit meinem alten Fernseher machen würde.
    Ich sagte dass ich den verkaufen würde.
    Ein Nachbar (Österreicher) fragte mich für wieviel. Ich sagte, naja so 5K ...
    Daraufhin ein Kenianer vom Nachbartisch: Ich gebe dir 3,500 KSh ...
    Ich meinte: "He, du bist Kenyaner, du kannst ihn für 15K haben"

    Wer hat am lautesten gelacht? Alle Kenyaner rundherum ... !
    Familie hat man, Freunde kann man sich aussuchen - aber Feindschaften muss man sich richtig hart erarbeiten !

    Re: Rassismus in Afrika?

    Das unseelige Schlagwort Rassismus, das in Afrika sehr verbreitet und auch den hellhaeutigen Nichtafrikanern
    mit Vorliebe vorgehalten wird, meistens wenn es sich um Ansichten oder Kritik an Zustaenden hier zu Lande geht.
    Ein beliebtes Ausweichen auf unangenehme Hinweise, hinsichtlich Stellungsnahme jeglicher Art, oder auch
    Anzeichen von Unverstaendniss, ueberfordert, was auch immer.
    Wer dann schlussendlich als Rassist taxiert wird, bleibt Ansichtssache und kann nicht genau definiert werden.
    Bloss, manchmal kommt man nicht um eine Stellungsnahme herum und muss Farbe bekennen, so oder so !
    Im Prinzip ist jeder ein Rassist, ob Weiss, Schwarz, Gelb oder Braun.
    Wer masst sich nun ein Urteil an...........!?

    Re: Rassismus in Afrika?

    Während meinen mehrmonatigen Aufenthalten in versch. Ländern Ostafrikas bin ich nie (Holz anlangen) mit Rassismus von Schwarzen gegenüber mir oder anderen Weissen konfrontiert worden. Auch unreflektierte Anfeindungen und Diskussionen wegen Kolonialismus und Ausbeutung sind mir erspart geblieben. Als unauffälliger "kleiner Weisser" bzw. Kenya Kimbo wird man im Normalfall in Ruhe gelassen. Die Bevölkerung versteht gut, dass das nicht die aktuellen und vergangenen Ausbeuter und Peiniger Afrikas sind und begnügt sich vom Muzungu ein paar Shilling loszueisen. Die Geschichte mit dem Mapenzi kupenda sana ist natürlich eine ganz andere... und hat mit Rassismus gar nichts zu tun, im Gegenteil :lol: