Geiselhaft im Krankenhaus

    Geiselhaft im Krankenhaus

    In Kenia sorgen harte Maßnahmen gegen säumige Zahler von Krankenhauskosten für Aufsehen: Wer nicht bezahlt, wird in Geiselhaft genommen, bis Angehörige oder Freunde noch offene Rechnungen begleichen. Aus einem Ort der Hilfe wird so häufig ein Gefängnis der Armen.
    (Quelle, Werner Zeppenfeld, ARD-Studio Nairobi)

    Weiß jemand genaueres?
    Eines der nützlichsten Tiere ist das Schwein. Von ihm kann man alles verwenden, das Fleisch von vorn bis hinten, die Haut für Leder, die Borsten für Bürsten und den Namen als Schimpfwort. (Kindermund)

    Re: Geiselhaft im Krankenhaus

    Ich verstehe die Frage nicht?

    Wer nicht bezahlt, kommt nicht raus.

    Warum wohl sonst haben Krankenhäuser sonst so viel Sperren (Gitter und Askaris)? Doch nicht nur, um vor der Besuchszeit nicht reinzulassen.

    Wer nicht bezahlt, hat schlechte Karten. Kommt nun mal nicht raus.

    Gilt auch für Mütter mit Kleinkindern. lg

    Re: Geiselhaft im Krankenhaus

    Wer hat schon mal eine Krankenstation angesehn?

    Auch die für Kleinkinder.

    Anmutend wie Sterbestationen, Mütter vor den Brettertischen für die Kinder, Plasteflaschen haltend für das Zuführen des Injektionsmittels, um einen Stuhl ringend um vor dem Kind auszuharren,


    währenddessen sich hochrangige Politiker neue Autos in DL bestellen ?

    Re: Geiselhaft im Krankenhaus

    Das mit dem nicht aus dem Krankenhaus duerfen ist letzthin einem Deutschen passiert.In einem sehr guten Krankenhaus in Mombasa wurde der Mann operiert.Da die Schwere der Krankheit nicht voraussehbar war,er dachte nach einigen Tagen ist er daheim,ging ihm das Geld aus.Als es ans zahlen ging,nicht genuegend Geld.Abbezahlen geht nicht,also was tun?Das Deutsche Consulat wurde eingeschaltet,Zirkus ohne Ende.Der Mann musste im KKH bleiben.Am Ende war die Summe auf ueber 1 Million Ksh.
    Da eine Weiterbehandlung in Deutschland erforderlich ist,haben sie ihn jetzt rausgelassen.Die Dame vom Deutschen Consulat hat wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt.
    Aber die ca 3 Wochen die er laenger im KKH war muessen natuerlich bezahlt werden.
    Fuer uns Auslaender gilt hier,wer ohne Versicherung hier lebt und womoeglich auch noch mit nicht genuegend Geld ,ist sehr sehr leichtsinnig. :(

    Re: Geiselhaft im Krankenhaus

    "cipsi" schrieb:

    Fuer uns Auslaender gilt hier,wer ohne Versicherung hier lebt und womoeglich auch noch mit nicht genuegend Geld ,ist sehr sehr leichtsinnig.

    Ich glaube, der wichtigste Aspekt überhaupt, wenn jemand im Ausland leben will.
    An alles andere wird gedacht, aber der Schutz der Gesundheit wird meistens übersehen.
    Eines der nützlichsten Tiere ist das Schwein. Von ihm kann man alles verwenden, das Fleisch von vorn bis hinten, die Haut für Leder, die Borsten für Bürsten und den Namen als Schimpfwort. (Kindermund)

    Re: Geiselhaft im Krankenhaus

    "ngine" schrieb:

    Wer hat schon mal eine Krankenstation angesehn?
    Auch die für Kleinkinder.
    Anmutend wie Sterbestationen, Mütter vor den Brettertischen für die Kinder, Plasteflaschen haltend für das Zuführen des Injektionsmittels, um einen Stuhl ringend um vor dem Kind auszuharren,
    währenddessen sich hochrangige Politiker neue Autos in DL bestellen ?


    Habe ich, 2x bisher. 1x landestypisch, 1x indisch, "luxuriös". ==>Erzähl doch nicht so einen Blödsinn..!!!! NICHT alle sehen so aus, wie von Dir beschrieben!! -in denen ich war, war es durchaus annehmbar, akzeptabel. :evil:
    Am Anfang widersteht die Frau den Annäherungsversuchen des Mannes, am Ende blockiert sie seinen Rückzug. Autor unbekannt.

    Re: Geiselhaft im Krankenhaus

    Hi Pit,
    war ich dann in einem falschen Krankenhaus ?


    Das kann (und werde) ich nicht beurteilen!! Es sehen jedoch weiß Gott nicht alle so aus, wie von Dir beschrieben; das war zu viel "Tränendrüse". Klar kann man sie nicht mit hier vergleichen..., aber wenn man die einheimischen Hütten so kennt, ist es dort teilw. echt OK.
    *Kisauni beim Arzt, mit Entbindugsstation; in der Nähe vom Carneval beim Kinderarzt; das indische Hospital vor Likoni; die Entbindungssattion in der Nähe vom Airport soll auch super sein! Ein befreundeter Arzt hat seine Praxis kurz vor dem Mombasa Hosptal. =>Alles Orte, die ich ruhigen Gewissens empfehlen kann.
    Am Anfang widersteht die Frau den Annäherungsversuchen des Mannes, am Ende blockiert sie seinen Rückzug. Autor unbekannt.

    Re: Geiselhaft im Krankenhaus

    Das kann ich durchaus bestätigen. Es gibt sicherlich einige Krankenhäuser die akzeptabel sind. Hängt aber tatsächlich von den Erwartungen jedes einzelnen ab. Wer öfters mal nach Kenia reist sollte sich einfach mal so, für den Fall das... in seiner Gegend umsehen und Kontakte knüpfen. Das hilft dann im Fall das, den Beahandlungspreis besser abschätzen zu können. Mindestens genau so wichtig wie ein gutes Krankenhaus ist viel Energie darin zu setzen das die Medikamente auch wirklich echte Medikamente sind und nicht Indische oder Chinesische Nachbauten die Gott weiß was enthalten. Bis zu 40% der verkauften Medikamente in Kenia sind unwirksam oder bestehen aus ..........
    Wer Deutschen Standard erwartet und regelmäßig einen Spezialisten oder Lebenswichtige Medikamente braucht ist in Kenia total am falschen Platz und sollte besser gleich zu Hause bleiben. Eine Klinik mit Gegengift gegen Schlangenbisse, oder eine gute Krebsklinik z.B. wird man wenn überhaupt nur in Nairobi finden, und das kostet dann richtig viel Geld.
    Die Klinik am Diani Beach z.B. hatte mich sehr positiv überrascht.......
    Wer etwas will, sucht einen Weg.
    Wer etwas nicht will, sucht nach Erklärungen.

    Re: Geiselhaft im Krankenhaus

    Neben der Korruption ist doch das Gesundheitswesen in Kenia ein großes Problem.
    Ich kannte 2 Einheimische, welche an Hirnhautentzündung (menigitis) gestorben sind.
    einer davon wurde in Nairobi von einem Krankenhaus in nächste (bessere) eingeliefert.
    Nachdem ich die Symptome am Telefon erfuhr (da kannte ich bereits den ersten Todesfall), stellte ich (kein Arzt) die Diagnose Menigitis.
    Was die Ärzte - nur gegen bares - dann wieder mit dem Familienvater und Alleinverdiener über Wochen mit Röntgen usw angestellt haben ist mir bis heute unerklärlich. Ich weiss nur, dass Menigitis - sofern man es richtig und schnell erkennt und behandelt - durchaus heilbar ist.
    Die Fehlbehandlung führten in beiden Fällen zum Tod der Betroffenen. Und den Ärzten waren die Taschen voll mit Geld. Kann es sein, dass hier "absichtlich" falsch behandelt wird?
    Wer hat ähnliche Kenntnisse / Erfahrungen?
    Falsch behandeln und dann die eventuell noch lebenden in Haft nehmen - habe den Beitrag im Weltspiegel damals gesehen.
    Wer will kann dies alles in der ARD Mediathek "Suche: Kenia" oder anderes in der ZDF Mediathek nachschauen.
    :( :shock: :mad:
    "Die Wurzeln erzählen den Zweigen nicht was sie denken." (Aus dem Kongo)

    Re: Geiselhaft im Krankenhaus

    Aber Hallo, solche Äußerungen, von wegen absichtlich falsch behandeln, können dich in Teufels Küche bringen.

    Könnte es nicht eher sein, dass einfach die mangelhafte Ausbildung für solches Fehlbehandeln verantwortlich ist ?
    Ich würde, angenommen, mir geht es um Kohle, meinen Patienten sehr, sehr lange behandeln, aber bestimmt nicht sterben lassen. Damit stirbt meine Geldquelle.
    Eines der nützlichsten Tiere ist das Schwein. Von ihm kann man alles verwenden, das Fleisch von vorn bis hinten, die Haut für Leder, die Borsten für Bürsten und den Namen als Schimpfwort. (Kindermund)

    Re: Geiselhaft im Krankenhaus

    @Shikamoo

    Sorry - Korrektur - nicht falsch behandeln, sondern gar nicht behandeln...

    Naja, ob meine Aussage mir gefährlich wird oder nicht, Tatsache ist doch, dass den, laut deiner Aussage mangelhaft ausgebildeten Medizineren, die "Opfer/Patienten" dort doch im Moment nie ausgehen. Vielleicht gehst du mit deiner Denke hier zu sehr von europäischen Verhältnissen aus?

    Ich wünsche dir jedenfalls nicht, dass du oder dein(e) bekannte(n) im Krankenhaus landen und du weisst was Sache ist - nur die Behandlung läuft gar nicht erst an - sondern die Mediziner suchen, suchen, suchen, suchen .... bis du einen Schlaganfall erleidest (was das in Kenia bedeudet weisst du?)...im betreffenden Hospital nicht mehr behandelt wirst. jemand deiner angehörigen zahlt -kauft dich frei...bringt dich verzweifelt in ein dem Ruf nach besseres Krankenhaus, in dem man dich erstmal wieder suchend in röhren schiebt oder röngt, während deine angehörigen dich eventuell aufopferungsvoll noch 1-2 Wochen durchfüttern, wickeln usw,...um zu mit anzusehen, dass du dann eines Tages mit 40Jahren ohne Befund gestorben bist..oh doch den Befunde liefert man deinen Angehörigen nach deinem Tod - nur behandelt hat man die Ursachen zu keinem Zeitpunkt deines langsamen dahin dämmerns...

    dass man dafür 6000Euro bezahlen durfte ist doch auch ok..der nächste Fall liegt schon im vorzimmer..

    Gutgehn,
    kibole
    "Die Wurzeln erzählen den Zweigen nicht was sie denken." (Aus dem Kongo)