Hallo Kamau,
zunächst mal vielen Dank für den Tip Kontakt mit Monika aufzunehmen - sie hat mir genau die Infos gegeben, die mir noch gefehlt haben.
Nun zu deiner Frage - wir sind ja hier "fast unter uns" und ich möchte das ehrlich beantworten. Ich bin 2002 das erste Mal nach Kenia gereist und war "gefangen". Mein inzwischen leider verstorbener Ehemann und ich sind dann jedes Jahr nach Kenia gereist, die Aufenthalte im Hotel haben sich jedes Mal verlängert. Schon damals hatten wir uns vorgenommen, wenn ich denn mein Rentenalter erreicht habe, mindetens 6 Monate im Jahr in Kenia zu bleiben. Ist nun alles anders gekommen, mein Mann ist verstorben, ich bin weiter nach Kenia gereist, bin dort natürlich einmal von der "großen kenianischen Liebe" ,weil ich leider zu dämlich war, ziemlich beschissen worden.
Das Rentenalter habe ich noch nicht erreicht, neuen kenianischen Partner gefunden, mit dem es wirklich gut läuft (ich schreibe nicht euren Lieblingssatz "meiner ist anders"

. Ich habe jetzt von Februar bis Ende April in Mtwapa gelebt, nach drei Umzügen endlich die Traumwohnung gefunden, und will nun einfach für längere Zeit in Kenia leben.
Du kannst mir glauben, dass ich während der ersten Wochen im Februar gedacht habe dass ich mit dem Kopf gegen die Wand rennen muss. Kein schützender Hotelaufenthalt, auf "freier Wildbahn" - dieUnterschiede in der Tradition, Kultur und Zusammenleben - es war schlichtweg zuviel.
Inzwischen bin ich mir schon darüber im Klaren, dass in Kenia eines sicher ist - nämlich dass gar nichts sicher ist. Trotzdem werde ich es wagen. Ich denke und hoffe, dass ich mir meine Eigenständigkeit erhalten kann (hoffe das ist nicht zu blauäugig) und mit viel Toleranz (wird natürlich überwiegend einseitig sein) das Kind schon schaukeln werde.
Und die Hintertür "Deutschland" die wird für längere Zeit offen bleiben.
Freu mich schon, wenn wir uns in Mtwapa sehen werden.
Liebe Grüße
Hanna